Geschichten von der anderen Seite der Bar (12).

Kellner M. und ich unterhalten uns über das Betriebsklima. Über die „Game of Thrones“-Tendenzen in unserem Team und die Tatsache, dass sich mehrere Mitarbeiter jüngst mit Küchengerätschaften oder Fäusten attackieren wollten.

M.: „Also, ich muss ja sagen: wenn ich mich schon schützend dazwischen stelle, nachdem da zwei Typen körperlich aufeinander losgehen… Wie kann es denn sein, dass der eine nun nicht mehr MIT MIR spricht? Wäre ich nicht da gewesen, hätte er kein Gesicht mehr gehabt!“
Ich: „Vermutlich liegt es an fehlgeleitetem Männlichkeitsverständnis. Du hast den Kerl schwach dastehen lassen, indem du interveniert hast, deshalb ist er jetzt auf dich böse. Totaler Quatsch, natürlich.“
M.: „In Zukunft mach ich auch gar nichts mehr! Sollen die sich doch alle die Köpfe einschlagen… Mir ist es ab jetzt egal!“
Ich: „Ich verstehe dich. Es ist super ungerecht. Und aus meiner Sicht hast du dich auch absolut richtig verhalten! Ich mache bei Konflikten oder unfairem Verhalten ja selbst immer den Mund auf – oder tue was.“
M.: „Aber bei dir ist das was Anderes! Dich würde im Nachhinein niemand so beschissen behandeln, wie man jetzt mich behandelt.“
Ich: „Weshalb soll es bei mir denn bitte was Anderes sein?“
M.: „Na, du bist… Du bist Valentin!“

Danke für die Blumen.
Trotzdem darf der nächste bewaffnete Konflikt gerne eine Weile auf sich warten lassen.

VVN

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