Vergangenheit. Gegenwart. Zukunft.

Einen ImpfStoff gibt es jetzt schon seit einiger Zeit. Sogar mehrere. Dennoch hielt es der ehemalige Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika nicht für nötig, seinem Nachfolger einen Impfplan zu übergeben. Ein letzter Beweis dafür, was Donald John Trump für ein Mensch ist. Präsident war.

Seit gestern ist dieses Kapitel der amerikanischen Geschichte geschlossen. Der Einfluss noch lange zu spüren.

Dank der besonderen Umstände habe ich den ganzen Tag Zeit. Ab 11:30 Uhr läuft CNN. Das kann ich auf dem Fernseher gucken. Auf Twitch läuft es auch. Nebenbei auf dem Handy. 

Van Jones begleitet mit seinen Worten den Abflug vom bockigen, alten Mann. Die Worte, wie schon am WahlTag, ergreifend. Stellvertretend für das Gefühl vieler Amerikaner. Dieser Ort ist nun wieder ein wenig sicherer. Besser. 

Als Lady Gaga die NationalHymne singt, bin ich gerührt. Mega Performance. Ich spüre ihre Demut. Ihren Stolz.

Das Gedicht “The Hill We Climb”, vorgetragen von Amanda Gorman: Sensationell. Sprachlich. Emotional. Inhaltlich. 

Es ist in gewisser Art und Weise ein Tag der Befreiung. Allen ist es anzumerken. Ob nun Journalisten, Beteiligten auf der Bühne oder Gästen. Diese vier Jahre müssen sich wahrlich grausam angefühlt haben. Wenn man das Herz am rechten (nicht politisch gesehen) Fleck hat. Klar kann man von Außen betrachtet nachvollziehen, was da passiert ist. Dennoch. Vier Jahre unter so einem Menschen zu leben?! Hätte ich persönlich keinen Bock drauf.

Danke, Merkel. Für deine jahrelange Fürsorge.

Der 6. Januar 2021 hat tiefe Spuren hinterlassen. Das merke ich deutlich. Jeder erwähnt es in irgendeiner Art. Das war das i-Tüpfelchen.
Natürlich war es krass. Fast undenkbar. Leider nicht auszuschließen. Seit den Szenen in Berlin. 
Meine Wahrnehmung war jedoch eine Andere. Wahrscheinlich, weil ich soweit weg bin. Die letzten vier Jahre nicht erlebt habe. Nicht so erlebt habe. 

Von der GroßMacht zu…? Zu was eigentlich? Persönlich habe ich Amerika noch nie so schwach und zerbrechlich erlebt. 

Ich bin mir nicht sicher. Habe nur begrenztes Wissen. Bin auch eh offensichtlich kein Amerikaner. Trotzdem. Ich wage eine These. Aus dem Bauch heraus. Mit dem Gefühl, was ich empfinde.

Der 6. Januar 2021 wird im Verlauf der Zeit einem Pearl-Harbour- oder 9/11-Moment gleichkommen. 

Bis dahin wünsche ich der neuen Regierung viel Erfolg. Beim Scherben aufsammeln. Beim nach Vorne gehen.

Die Welt hat wieder mal gesehen, was passiert, wenn ein Mensch mit diesem WeltBild ein Land regiert. Es bleibt die Hoffnung, dass wir es uns merken. Daraus lernen. Dafür brauchen wir die LandesGrenzen nicht zu verlassen. Dieses Jahr ist BundestagsWahl!

Julian Carax

12 Kommentare zu „Vergangenheit. Gegenwart. Zukunft.

  1. „Es ist in gewisser Art und Weise ein Tag der Befreiung. Allen ist es anzumerken.“

    BÄRINGER! 😹

    Ich hab so viel Englisch gelesen und gehört seit gestern, und mein Hirn beim Lesen erstmal: „Wer war gleich dieser ‚Allen‘?!“ 😅😆😅😆

    Unbezahlbar. Das 🐱 aka: VVN

    Gefällt 3 Personen

  2. Ganz großes Hollywood-Kino, mit Happy End zum Aufatmen. Leider war der Vorgänger auch demokratisch gewählt und hat die Wiederwahl knapp verpasst. Hoffentlich haben nicht zu wenige seiner Anhänger nach dem 6. Januar endlich Abstand genommen, damit sich so ein vierjähriges Trauerspiel für Amerika und die Welt nicht wiederholt.

    Gefällt 1 Person

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