Werbung.

Werbung hat sich verändert. Ganz klar. Seitdem Ikea die Produktion ihres traditionellen Kataloges eingestellt hat, ist es auch beim Letzten angekommen. Ich habe übrigens nie so einen besessen. Ikea ist nicht mein Ding.

Prospekte oder WerbeZeitschriften findet man mittlerweile ohnehin selten im BriefKasten. Das ist jedenfalls bei mir der Fall. Als ich Kind war, war das definitiv anders. Da gab es immer haufenweise davon. 

Dann kamen die Aufkleber: “Bitte hier keine Werbung einwerfen!”

Jeder kennt sie, oder? 

Bei uns klebte keiner. Wir haben immer alles mitgenommen. Wurde sich mit Aufkleber daran gehalten? Hatte man dann wirklich weniger Werbung im BriefKasten?

Letzte Woche erhielt ich Folgendes:

Ich weiß immer noch nicht genau, was ich davon halten soll. Smart oder aufdringlich. Da ich immer noch keinen Aufkleber habe und die Idee kreativ finde, bin ich bei „smart“. Die Leute, die bereits einen haben, sind wohl eher bei „aufdringlich“.

Letztendlich wollen sie uns eh alle ins Internet ziehen. Dort wird Werbung heute gemacht. Kann man schließlich auch besser personalisieren. Das ist effektiver. Bringt mehr Kohle.

Wie das funktioniert und dass es funktioniert, ist mir bekannt. Meine digitales Ich gläserner als das Analoge.

Erschreckend ist es aber jedes Mal aufs Neue.

Eine Freundin schickt mir einen Link bei WhatsApp. Ich öffne ihn nicht! Verlasse das Gespräch und schließe all meine Apps auf dem Telefon. Widme mich anderen Dingen. 

Kurze Zeit später. Ich rede hier von ungefähr zwei Minuten. Muss doch nochmal was bei Instagram nachschauen. Wie das immer so ist. 

Ich scrolle runter. Es kommt Werbung. 

Ja. Richtig. Genau.

Exakt für das Produkt von dem Link der Freundin. Wie ich sagte: ich hatte den nicht geöffnet. Wusste aber, worum es sich handelt.

Es ist nicht das erste Mal, dass mir so etwas in der Art passiert ist. Es ist real. Ich weiß das. Trotzdem.

Julian Carax

16 Kommentare zu „Werbung.

      1. Natürlich sollte man sich diesen Umstand immer bewußt sein, aber bei wem ist das schon so?
        Das ist wie mit Siri und Alexa. Noch vor Jahren wurde sich darüber empört, das der Staat die Möglichkeit haben sollte, Verdächtige abzuhören. Heute sagt man „Alexa“.

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  1. Genau, gruselig, wenn man genauer darüber nachdenkt. In den letzten Tagen haben wir auch solch eine Erfahrung gemacht. Tochter hat Yoga- Wochenende und wir nach Austausch dazu Vorschläge zu Yoga- Übungen als Werbung.
    Aber nur analog leben geht auch nicht mehr.

    Gefällt 1 Person

    1. Das hört sich auf jeden Fall auch super gruselig an.

      Nur analog leben würde ich auch nicht mehr wollen. Da die digitale Welt aber noch ziemlich neu für uns alle ist, müssen da noch ein Paar Schrauben gedreht werden, damit das alles im Einklang ist bzw erträglich und wertvoll für alle.

      Gute Nacht.

      JCarax

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    1. Das sowieso. Alleine das mit den CookieEinstellungen. Wenn man darauf wirklich achten würde, bräuchte man gefühlt ewig bevor man eine InternetSeite aufrufen kann. Mal sehen wie sich das alles noch entwickelt. spannend ist es allemal. 😊

      Ganz liebe Grüße.

      JCarax

      Gefällt 1 Person

  2. Man kann sich natürlich dagegen hinter einem Wall aus Add-Blockern, Anti-Tracking-Programmen, speziellen Firewalls und am besten auch noch dem Tor-Browser verschanzen – dummerweise funktioniert dann aber auch das halbe Internet nicht mehr… 😉

    Gefällt 3 Personen

    1. Auf dem Handy habe ich davon gar nichts. Ich weiß auch nicht warum.

      Das merke ich immer wenn ich Youtube gucke. Voll nervig mit der Werbung. Auf dem Laptop habe ich den AppBlocker: Das ist mega entspannt.

      Ansonsten sollte es aber auch ohne diverse Programme einfacher möglich sein wirklich ein wenig privat im Internet zu sein/surfen. Da müsste sich in den nächsten Jahren noch was tun. Wenn nicht, müssen wir auch in Zukunft damit leben, gläsern zu sein.

      Beste Grüße.

      JCarax

      Gefällt 1 Person

  3. Seit ich auf dem Laptop VPN laufen hab, kommt bei mir YouTube nur noch aus Japan oder CZ. Und Werbung hab ich trotz Block-AddOn.
    Im Briefkasten ist dagegen wirklich kaum noch Werbung, nicht mal vom größten unserer 3 Lebensmittelläden hier im Dorf.
    Liebe Grüße
    Ruthy

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  4. Das ist manchmal schon creepy 😬
    Wobei – instagram, whatsapp und facebook gehören ja zusammen. Da wundert mich das nicht, was du erlebt hast. Irgendwo gibt es immer einen Schleichweg für den Megakonzern.
    Ich bin zwar kein Digital-Nativ, aber analog will auch ich nicht mehr leben. Ich hab bei meinem Computer verschiedene Browser – einen für die ganz wichtigen Sachen und die anderen sind so eingestellt, dass beim Beenden alle Cookies gelöscht werden.
    Dauert zwar etwas länger mit dem Aufrufen – aber das ist es mir wert. Mein Compi ist schnell genug. Ist vielleicht nicht 100% aber schonmal nicht schlecht.
    Im Briefkasten kommt nur noch die Werbung, die in der Wochenzeitung von der Stadt drinsteckt.
    Liebe Grüße
    Sabine aus dem 🕷 🕸

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    1. Die Verbindung zu Facebook kam mir auch sofort in den Sinn. Da habe ich mich gleich weniger gewundert.

      Die Einstellung, dass nach jeder Sitzung die Cookies gelöscht werden, ist mir neu. Ich werde das hier bei Chrome gleich mal suchen. Danke für den Tipp.

      Ich wünsche noch einen schönen Nachmittag.

      JCarax

      Gefällt 1 Person

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