Taxi Taxi.

Dienstag Nacht. Irgendwann kurz nach vier in der Früh. Die Beine sind müde. Die Augen sind schwer. VVN muss gleich wieder raus. Unser Bett schreit unerlässlich nach uns.

Der Stamm-Taxifahrer ist nicht da. Uncool. Wir gehen die Hauptstraße entlang. Innerhalb von fünf Minuten kommt immer ein Taxi. Erfahrungswerte.

Es kommt erstmal keins.

Stattdessen taucht ein Fremder auf. Er wirkt hektischer als wir. Oder agiler. Der Blickwinkel entscheidet.

Das erste Taxi fährt auf der Gegenseite an uns vorbei. Der Fahrer war zu sehr mit sich und seiner Nase beschäftigt.

Unser fremder Freund nicht. Er hatte den Arm in der Luft und war am Ende enttäuschter über das verpasste Taxi als wir.

Das Nächste schnappt er sich. Direkt. Wir sind perplex. Ein Konkurrent. Um ein Taxi. Jetzt. Man hat halt doch noch nicht alles erlebt.

Mittlerweile ist es kurz vor halb fünf. Die erste U-Bahn fährt. Mit uns. Das Bett muss sich noch kurz gedulden.

Julian Carax

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