Eine seltsame Form von Normalität.

Wenn ich an die Zeit seit 2001 zurückdenke, dann sind seitdem geradezu regelmäßig Menschen aus meinem sozialen Umfeld viel zu jung gestorben.

Ob nun durch einen Sprung vom Hochhaus, Ertrinken in einem Brandungsrückstrom, eine absichtlich verabreichte Überdosis Insulin, Kehlkopfkrebs, eine Kugel im Kopf oder durch einen Sturz aus großer Höhe: alle waren sie erst 18, 24, 27, 31…

Nach alldem ist es in meinem Bewusstsein zu einer stetigen Möglichkeit geworden, dass sich Personen einfach umbringen – oder, dass sie vielleicht einfach nicht wiederkommen.

Leider kann ich für den Moment keine treffende Beschreibung dafür finden. Manchmal ertappe ich mich dabei, in angstvoller Erwartung zu denken: „Wer wird der Nächste sein? Wann? Und wie diesmal?“

Manchmal erinnere ich mich aber auch nur.
An ihre Namen, an gemeinsame Zeiten, und daran, wie sehr sie alle geliebt wurden.

Gestern war so eine Nacht.
In dieser Nacht, Leute, trinke ich auf euch-

VVN

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