Nach der Schicht.

Absolute Stille.

Nach zehn Stunden durchgängigem Cocktailmixen auf einer hotelinternen 20er-Jahre-Party mit lauter Musik, Tanz und Vergnügen (= jawohl, auch abstinent hinter der Bar 😇).

Ohnehin lass ich mir nach Feierabend gerne alle Zeit der Welt. Gehe in meinem Tempo ins Bad, ziehe mich so langsam und geordnet um, wie ich es eben brauche und packe meinen Kram exakt auf die Weise, die sich für mich gut anfühlt-

(Herr Carax kennt das noch aus dem Jahr, in dem er tatsächlich im Job mein Boss war. Zu 50% konnte er das liebevoll als „Eigenheit von mir“ verbuchen, zu den anderen 50% hat’s ihn irre gemacht- 😆)

Irgendwann sind dann natürlich alle übrigen Kollegen *WEG*. Eilig auf dem Heimweg. Und ich verbleibe zwischen 02:00 und 05:00 in den menschenleeren Hotels. Die Umkleiden, die Gänge, die Spülküchen, die Restaurants und Essenssäle – alle komplett verlassen, im Halbdunklen… Und dazwischen ich.

So stelle ich mir die Atmosphäre nach der Apokalypse vor. Die Weltbevölkerung reduziert auf 10%. Alle großen Gebäude behergen nahezu niemanden mehr. Die Ruhe ist allgegenwärtig und friedlich- Selbst auf dem Nachhauseweg keine Menschenseele, bis zum Betreten des Nachtbusses.

Diese Momente gehören zu den besten meines (Arbeits-)Tages. Vorhin hab ich mich in das Hotelrestaurant gesetzt, an einen gemütlichen Zweiertisch, meine Beute vom Büffet vor mir, und WAR einfach nur- 🙂

Absolute Stille.

VVN

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