Wir wollen keinen Orangensaft in unserem Whiskey Sour.

Mit der Zeit und somit neuen Modeerscheinungen zu gehen, muss bei weitem nicht immer schlecht sein.

Was unserer Meinung nach jedoch absolut nicht geht, ist der offenbar aufkommende Trend, einem Whiskey Sour grundsätzlich noch fucking Orangensaft hinzuzugeben! Am gestrigen Abend erhielten wir unseren Sour sogar mit den Worten: „Also, das Rezept kennen wir nicht anders.“

Wenn wir einen Sour bestellen, dann möchten wir vorrangig sauer schmecken, dann den Alkohol spüren und das Ganze mit einer leichten (Puder-)Zuckernote unterlegt haben: ENDE.

Ein bisschen Eiweiß wäre hier noch die einzig weitere humane Komponente.

Zusätzliches Fancygedöns hat in diesem Cocktail aber gefälligst nichts zu suchen. Und: „wieso sollte man überhaupt zwanghaft Dinge an Orte befördern, an die sie schlichtweg nicht gehören?“

Mit dieser Aussage klingen wir dann auch exakt genauso, wie gewisse Menschen, die sich aufgebracht von der aktuellen Flüchtlingspolitik ihr „Früher“ herbeisehnen – fehlt nur noch, dass wir sagen: „Damals war alles besser.“, „Die Entwicklung macht uns Angst-“ und: „Orangensaft im Whiskey Sour? DANKE, MERKEL!“

Machen wir aber nicht. Wir wollen einfach nur einen klassischen Whiskey Sour!

Für Hinweise, woher dieser unsägliche Orangentrend kommt, oder warum man jemals Orangensaft in einen Whiskey Sour mischen sollte, wären wir beide dankbar. Wir wollen verstehen. Werden es aber nie akzeptieren!

Julian Carax + VVN

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