Geschichten von der anderen Seite der Bar (2).

Sobald die Temperaturen auch nur annähernd 10° Celsius übersteigen, fangen die Leute an, wie wahnsinnig „Hugo“ und „Aperol Spritz“ zu bestellen.

Furchtbare (und vor allem furchtbar unspektakuläre) Getränke aus meiner Sicht, außerdem ziehen sie eine eklige Dauerschleife aus: „Weinglas waschen, Weinglas polieren, Weinglas mit Schlonz befüllen, Weinglas waschen…“ nach sich.

Hunderte polierte Gläser später laschte mein Kollege B. seine restlichen Putzaufgaben eben nur noch leidenschaftslos dahin.

Ich: „Also, du hast wirklich gar keine Arbeitsmoral mehr, oder?“
B.: „Doch! Ich habe die Moral von schnell nach Hause zu gehen!“
Ich: „Du machst mich fertig-“
B.: „Weißt du, am besten ich rufe mal an die Frau Merkel, und ich sage: ALDA, WARUM SO VIEL ARBEIT, Scheise Kanacken, nur wegen die Ausländer… Stell dir mal vor, wie lustig wäre das, wenn ein Ausländer wie ich am Telefon sagt sowas-“
Ich: „OKAYYY- Naja, wir wollten ja eh unsere eigene Radioshow machen- Oder hey, ich schreibe einfach darüber!“
B.: „Ja, schreib mal! Aber wenn du dann bist reiche, ich rufe sofort meinen Anwalt- EY! ICH BIN WEGEN GELD GEKOMMEN!“
Ich: „…“

Verdammter „Aperol Spritz“.
Verdammter Bushido.

VVN

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