Draußen in der Welt.

Wisst ihr was das Gute an dieser ganzen CoronaSache ist? Der Kontakt zu anderen menschlichen Wesen ist begrenzt. Stark begrenzt. Für jemanden wie mich ein Segen. Zu schnell rege ich mich auf. Innerlich zumindest.

Ich wohne an einer vielbefahrenen Kreuzung. Eine UBahn, drei StraßenBahnen, Busse und eine Menge Autos. Vier Spuren in jede der HimmelsRichtungen samt FahrRadWegen. Dazu FußGängerInnen, FahrradFahrerInnen, RollerFahrerInnen, E-ScooterFahrerInnen und Kinderwagen.

Es ist also immer was los hier. Jeder hat seinen Bereich. Rücksicht und Vorsichtig sollten Usus sein.

Spoiler. Ist es nicht!

Keine fünf Meter bin ich gegangen. Der erste FahrradFahrer düst von hinten an mir vorbei. Von Vorne kommt schon der Nächste. Innerlich meditiere ich. Der FahrradWeg ist ja nur zwei Meter entfernt. Es sind auch keine Kinder, die auf dem FußGängerWeg fahren. Es sind ausgewachsene Humanoide. 🐙

Bloß schnell in die UBahn. In Sicherheit.

Für die Zeit ist die Bahn ganz schön voll. Ergatter einen SitzPlatz. Gegenüber eine Frau.  Sie pfeilt sich die Nägel. Ich muss kurz ein Würgen unterdrücken. 🐙

Stehe auf. Gehe zu einem entfernten Ausgang. Bereue es aus dem Haus gegangen zu sein. Dabei bin ich erst vier Minuten unterwegs.

Ich wünsche euch einen ganz fantastischen WochenStart. ❤

Julian Carax

19 Kommentare zu „Draußen in der Welt.

  1. Ja, so ging es mir viele Jahre und ich dachte jetzt wirst du alt und dünnhäutig . Dabei wäre alles ganz easy – Rücksicht – Nachsicht – ein kurzes Lächeln , sorry
    Nein! Heute zählen offensichtlich andere Werte
    Öfter nehme ich jetzt das Auto, meide d U-Bahn
    das Fahrradfahren ist in der Innenstadt eine echte Herausforderung geworden!
    Danke für Deinen Beitrag!
    Wir kämpfen mit Dir
    Lg Meggie

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    1. Danke Danke. 🙂

      Rücksicht und Nachsicht kannst du echt vergessen. Ganz schlimm. Und ich weiß auch nicht, ob ich so viel glücklicher wäre, wenn ich mich mit dem Auto fortbewegen würde. Schwierig. Fahrrad fahren würde ich hier aber nie. Das ist viel zu krass.

      Lasst es euch gut gehen und passt auf euch auf.

      JCarax

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  2. Ich mag das Großstadtleben nicht. Es ist zu voll.
    9 Jahre Z – Kein Vergleich zu B – war gut, wenn man die Stoßzeiten meidet.
    6 Jahre M. (pendeln) Ich habe mich auf den Arbeitsweg beschränkt. Hölle.
    Seit 15 Jahren Vorort (10min bis in die Stadt 👍👍👍

    Dazu kommt, dass Rücksichtnahme ein Fremdwort geworden ist. 🙁

    Hab trotzdem einen schönen Abend Julian
    Gruß Sandra

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    1. So langsam kann ich mehr und mehr nachvollziehen, dass das mit dem Vorort eine nicht so schlechte Idee ist bzw wäre. Oder halt in eine kleinere Stadt ziehen. 🙂

      Über Rücksicht brauchen wir gar nicht erst anfangen zu sprechen. 😶

      Ich wünsche dir einen schönen DienstagNachmittag Sandra. 🙂

      JCarax

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  3. Hallo Julian,
    mit Schrecken denke ich an meine Zeit in Hamburg zurück. Gut das ich zu Hause eine Festeinstellung bekommen habe. Und den Job in Berlin habe ich nicht nur abgelehnt weil ich gerade frisch über beide Ohren verliebt war 🤔
    Ich wünsche dir einen entspannten Abend 🌈
    Liebe Grüße 😘
    Monika 😎

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      1. Und das schon mit 19, direkt im Anschluss an die Ausbildung.
        Die Zeit in Hamburg – war Teil meiner Ausbildung – hat mir damals echt gereicht.
        Und ob es so gut gewesen wäre im Betrieb meines Onkels in Berlin zu arbeiten ist die große Frage.

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    1. „Heftig. Deine Erfahrungen“ Ich kann das gerade nicht so rauslesen und frage mich, ob du das ernst meinst oder ob es Ironie ist? 😶🤣

      Das mit der Rücksicht habe ich schon längst aufgegeben. Manchmal frage ich mich auch, ob ich zu viel Rücksicht nehme. Manchmal gucke ich sogar beim laufen nach hinten, wenn ich die „Spur“ wechsle.

      Habe den gestrigen Ausflug aber gut verdaut. Heute muss ich wieder raus. Nachher gehts zu nem Freund. Hansa gucken. 😉 Mal sehen was ich auf dem Weg dann erlebe.

      Liebe Grüße

      JCarax

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      1. War ernst gemeint. – Solltest Du wirklich zu viel Rücksicht nehmen, so fallen mir sofort Leute ein, die davon was gebrauchen könnte. Dir aber sicherlich auch, oder? 😉

        Viel Spaß beim Hansa gucken. Ich schaue entweder dort oder bei 60/FCK rein. Überlappt ja leider mit 2.Liga.

        Ebenso liebe Grüße!

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  4. Zum Glück lebe ich am Rande einer Stadt und genieße es auch sehr so zu leben! Immer wieder mal in die nächste, größere Stadt fahren zu müssen stresst irgendwie nur, weshalb ich diese Entschleunigung durch Corona Maßnahmen auch gar nicht so übel finde.
    Liebe Grüße von Hanne und hab noch einen richtig schönen Tag 🌼

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    1. Die Entscheidung an den StadtRand zu ziehen und da zu leben, erscheint mir so langsam auch immer lohnenswerter. Dass der Weg in die Stadt dann umso mehr stresst kann ich verstehen.

      Ich wünsche dir einen schönen und stressfreien Tag, Hanne. 🙂

      Liebe Grüße

      JCarax

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  5. Toll, du bist mitten im Zentrum. hihihi Ich hier mitten im Nichts. 😉 Ich denke was bei dir so in der Stunde vorüberfährt oder geht, lässt sich bei uns in der Menge im Jahr nicht sehen. Aber es ist trotzdem gut, sich jetzt ggf. wegen Corona mehr aus dem Weg gehen zu können. Videoconferencing reicht. 😉 Liebe Grüße auch dir Julian! Hab eine schöne „Rest“Woche! LG Michael

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  6. Hallo Julian, ich erinnere mich vage daran, dass Du (oder war das doch auf einem anderen Blog?) kürzlich über lieblos und nahezu unkommentiert zurückgeschickte Bewerbungsunterlagen abgekotzt hast (sehr berechtigterweise) – kleiner Tipp: Ob es möglicherweise daran lag? ➡️ https://www.spiegel.de/start/lebenslauf-schreiben-diese-fehler-sollten-sie-vermeiden-a-e911c8d9-64f0-4433-978b-6f1565df99bb Oft werten bei großen Unternehmen wohl unzulängliche Algorithmen Deinen Lebenslauf aus! 😱 LG, h.

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