Bloggen und das Umfeld.

Am heutigen Mittag ist mir (nochmals) bewusst geworden, dass es um mich herum eigentlich nur zwei Sorten von Personen gibt, betrachte ich meine Blogaktivitäten:

1.) diejenigen, die gerne in sehr regelmäßigen Abständen und aus aktivem Interesse hier vorbeischauen, wie etwa N. aus der (Weihnachts-)Wahlfamilie 😻, oder aber der Grillplattenfreund und der Kostümfreund, nehme ich nur drei in den Texten öfters vorkommende Beispiele…

Und auch diverse weitere FreundInnen, die immer dann in den Blog hereinklicken, wenn sie – in zitiertem Wortlaut – „die Sehnsucht packt“, sie aber gleichzeitig keine zeitlichen und/oder mentalen Kapazitäten haben für sehr hoch frequentierten Chat- und Telefonkontakt.

Für all jene ist der Blog ein Ort, an den sie bei jeder Gelegenheit *ungezwungen* zurückkommen und daran teilhaben können, was politisch und zwischenmenschlich bei mir passiert. 🌞

Manchmal kommt dann aus dem Blauen heraus eine Rückmeldung in Richtung:

„Hab dich gerade wieder gelesen – viel Glück/Spaß/Erfolg bei XYZ und, ey: Mist, dass dir diesdasjenes passieren musste.“

Oder vielleicht kommt auch nix (= was völlig in Ordnung ist!), doch am Ende des Tages hängen sie alle oft und fröhlich in meinem Geschriebenem herum. 😸

Und *dann* gibt es

2.) die Menschen, die wissen, dass der Blog existiert, die damit aber absolut nichts anfangen können – unabhängig davon, dass ich beim Schreiben (= genau wie im „realen Leben“) immens viel Wert auf Authentizität und Echtheit lege, und dabei kein Stück weniger persönlich unterwegs bin, als beispielsweise bei einem Treffen, oder in einem Echtzeitchat.

Das finde ich irgendwie spannend. 😆

Natürlich addiert sich zu Letzteren auch immer eine Handvoll von missgünstigen Individuen, die erst mit der Zeit aufhören mitzulesen, weil sie es u. a. nicht ertragen, mit dem Glück anderer – konkret: Wolfs und meinem Glück – oder aber mit härteren, gesellschaftlich brisanten Themen und BDSM konfrontiert zu werden- 🐙

Dies betrifft allerdings zu 97% *keine* FreundInnen, sondern bezieht sich vorrangig auf (fragwürdige) Begegnungen in der Blogwelt.

Mit dieser Beobachtung werfe ich also die späte Frage in den Raum:

„Wie begegnen eure FreundInnen/Familien/Bekannten euren Blogaktivitäten? Finden sie es toll, lesen sie bei euch mit?“ 🙂

Und jetzt hoffe ich, dass der aufziehende Orkan nicht allzu schlimm (für euch alle da draußen) wird und sage: „Bis ganz bald!“ 🌸

VVN

P.S.: vorhin hatte ich einen Napf voll mit diesen Mini Churros. Der Suchtfaktor ist hoch.

41 Kommentare zu „Bloggen und das Umfeld.

  1. Mitlesen ist es nicht, aber wissen, daß das Bloggen für mich inzwischen dazu gehört – und dann wirtd auch schonmal gefragt, worüber ich denn geschrieben habe.

    Sturmfreie Bude, den Orkan draußen lassen. Liebe Grüße und Gute Nacht!

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    1. Tatsächlich wundere ich mich bei solchen Nachfragen oft, wieso die Leute dann nicht selber nachschauen, „worüber man denn geschrieben hat“… 😆

      Aber vermutlich ist Lesen auch wirklich nichts für jeden, was mich ebenfalls oft verwundert. Naja. So oder so machen wir weiter, bester bb! 😺

      Nächtliche Grüße zurück! VVN

      P.S.: ich passe auf. Dass der Orkan reinkommt, das will ich natürlich nicht. 😅

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    1. Wolltest du dein Bloggen *bewusst* für dich behalten, oder ergab es sich einfach nie, deinem Umfeld davon zu erzählen (= während es eigentlich kein Geheimnis gewesen wäre)? 😮

      Schön jedenfalls, dass dir Freundschaften daraus entstanden sind, lieber hyper – so klingt es zumindest, ich hoffe, die i.r.l.-Treffen waren allesamt angenehm und zukunftsträchtig- 😉

      Bei mir hat die Pandemie bisher leider sämtliche „echte“ Treffen verhindert. Hier ging es ja erst im November 2019 *SO RICHTIG* los, danach war der Blog langsam, langsam im Aufbau, und dann: Corona, Lockdown I bis X und unfreiwillig Ungeimpftsein bis vor drei Wochen (!!!). 🙄

      Mal gucken, was da noch folgt.

      Ganz herzliche Donnerstagsgrüße! VVN

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      1. Na, das Bloggen sollte bewusst was anonymes zum Dampfablassen sein – ich habe ja anderthalb Jahrzehnte lang in einer Online-Tagebuch-Community geschrieben, bevor ich zu WordPress kam, weil die Seite eingestellt wurde…
        Bisher waren alle ca. 10 bis 12 Kontakte mit Treffen zu Leuten aus der dortigen Community interessant bis angenehm. Daraus resultierten zwei bis heute andauernden (Telefon-)Freundschaften und ich hatte zwei Affären bzw. kurze Beziehungen mit Personen von dort. 🙂

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  2. Ich weiß nicht, wer hier von denen, die bei mir mitlesen, mich auch real kennen. Ich erwähne es, aber eher beiläufig. Liegt wohl auch daran, das ich blogge, um meinen Kopf frei zu bekommen und mein „Innenleben“ zu sortieren und nicht, um die Leute zu unterhalten. Auch wenn sich durchaus auch kritische Beiträge zu gewissen Themen finden.
    Mitlesen ist für mich Bestandteil meiner Routine. Die, bei denen ich mitlese und kommentiere, nehme ich Anteil an deren „Leben“ und das finde ich spannend.

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    1. Bei mir ist es so, dass sich diejenigen, die hier rumschwirren und mich real kennen, *nahezu* allesamt mit mir angefreundet hatten, lange BEVOR es diesen Blog gab. Also: laaange. 🤔

      Anschließend erzählte ich ihnen davon (= vorausgesetzt, dass sie mir loyal und vertrauenswürdig genug erschienen) und somit entstand ein bunter Mix aus Blogbekanntschaften/-freundschaften und Real-Life-Freundschaften hier. 😺

      Bei allem Anderen, was du sagst, ist es bei mir ebenfalls ein bunter Mix. Ich blogge, sowohl um meinen Kopf frei zu bekommen und mich zu sortieren, *als auch* um politisch zu bilden, aufzuklären, Solidarität zu zeigen und zu unterhalten. 😊

      Noch dazu hat fast jeder politische Artikel auch etwas Persönliches, und umgekehrt. Insofern freu ich mich umso mehr darüber, wenn die Real-Life-Freundschaften mitlesen! Schließlich fließen in die allermeisten Blogtexte Zeit, Recherche, Feinschliff und Liebe. 🌸

      Das Anteilnehmen stellt bei all dem übrigens einen wichtigen Bestandteil dar. Ohne die Fähigkeit und den Willen, Anteil zu nehmen, könnte man vermutlich gar nicht *effektiv* Bloggen.

      Morgendliche ☕☕☕-Grüße! VVN

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  3. Von den Menschen aus dem realen Leben wissen zwar fast alle, dass ich blogge – ab und zu schaut mal einer rein, was ich schreibe … naja – eigentlich eher selten.
    Ich erzähl es ohnehin nur, wenn ich direkt nach meinem Schreiben gefragt werde.
    Irgendwie können die wenigsten etwas damit anfangen. Möglicherweise hängt das damit zusammen, dass ich als Einziges gern und viel schreibe. Manchmal komme ich mir vor, als lebte ich die meiste Zeit in einem Paralleluniversum und wir titschen hin und wieder zusammen.

    Ich hab mich schon ein paar Male gefragt, warum das Interesse so winzig ist? 😶 Sind meine Themen nicht spannend genug? Schreib ich zu langweilig?
    Ich hab mal einzelne gefragt, warum sie nie einfach so mal reinschauen. Die Antworten sind dann: Sie hätten so viel anderes zu tun … würden schon genug am Computer sitzen … dächten einfach nicht daran …

    Am Schlimmsten sind jene, die ich selten bei irgendwelchen Feiern sehe und die mich auf mein Schreiben allgemein ansprechen. Wenn ich dann sag, der Roman wird gerade korrigiert und mein Blog ist meine Entspannung, dann kommt: Uiiii, du hast einen Blog? Wie find ich den? Und das Schräge ist – ich hab denen die Adresse schon zweimal geschickt 🙈
    Beim letztenmal sagte ich augenzwinkernd: hastu schon – kannstu auch guugeln

    Aber ich hab ja euch 🤗 da kann ich alles, was mich so bewegt, loswerden und manche geben mir sogar das Gefühl, sie würden interessiert lesen. Bei euch tauchen wiederum Gedankensplitter und Bilder auf, die den eigenen Blick weiten können. Und das ist ja letztendlich das Schöne am Bloggen 🌍 🌎 🌏 Es gibt ein Netz von Menschen, die sich austauschen.

    In diesem Sinne: gutes Karma für alle 💫
    Sabine vom 🕷 🕸

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    1. Liebe Sabine, danke für deine ausführliche Rückmeldung! 😄

      Dass so einige Leute nichts mit dem Bloggen anfangen können, liegt vermutlich (?) auch daran, dass die allgemeine Aufmerksamkeitsspanne durch den hohen Konsum von allen möglichen Medien stark gesunken ist. Bereits eine Lesedauer von drei, vier Minuten fordert viele Menschen *ZU SEHR* (= was ich persönlich erschreckend finde). 😱

      Solche von dir genannten Ausreden und so offenkundig geheucheltes Interesse am eigenen Schreiben wären für mich aber ebenfalls ein Grund für starkes Kopfschütteln – da würde ich sehr ähnlich reagieren. Nämlich: einfach auf besagte Personen pfeifen und mich auf diejenigen konzentrieren, deren Interesse an mir/meinen Texten wahrhaftig ist. 🌸

      Insofern freue ich mich auch stets darüber, wie lebhaft der Austausch mit anderen MitbloggerInnen ist, deren Begeisterung für das Schreiben ebenso hoch ist, wie meine eigene. Das ist *wirklich* schön. 😊

      Daher: immer weiter so und viel Erfolg mit deinen Romanen! VVN

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  4. Moin Valentin
    Also der Buchblog steht aller Welt offen 😅
    Mein privater auch, aber der ist doch eher für mich.
    Im privaten Umfeld weiß nicht jeder dass ich blogge. Das liegt aber wohl eher an meinem eingeschränkten Mitteilungsbedürfnis.
    (Nein ich finde nicht, dass sich das widerspricht, wenn man einen öffentlichen Blog führt 😅😅)
    Man wächst zwar irgendwie zusammen ist aber trotzdem irgendwie anonym. Weiß du was ich meine?
    Meine Reaktionen (in beiden Richtungen) beschränken sich aufs Kommentarfeld. (Bis auf ein paar Ausnahmen 🙂)
    Hab einen schönen Donnerstag
    Gruß Sandra

    Gefällt 3 Personen

    1. Der schöne Donnerstag wurde bisher gehabt, liebe Sandra. Sehr ruhig und gemütlich mit ☕ und Keksen. 🌞

      Was du mit „eingeschränktem Mitteilungsbedürfnis trotz öffentlichem Blog meinst“ kann ich nachvollziehen. Genauso, dass du die Anonymität genießen möchtest: schließlich schreibst du ja auch öfters mal über deinen Kurzen, oder aber über schulinterne Sachen und Krankheitsverläufe, etc. – das kann, aber *muss* nicht jede/r aus deinem unmittelbaren Umfeld wissen. 🙂

      Noch dazu gibt es zu viele Verrückte… 😹

      Bis ganz bald! VVN

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  5. Für mich ist bloggen eine schöne Möglichkeit im Blog einfach nur das zu machen wonach mir gerade ist und wann es mir danach ist, ohne irgendwelche Pflichten oder auch Erwartungen des Alltags. Zwar lese ich grundsätzlich alles in den Blogs die ich besuche, kommentiere aber nicht immer und überall weil mir oftmals die Zeit für beides dann fehlt.
    Niemand in meinem persönlichen realen Umfeld, der Familie und Freundeskreis weiß, dass ich blogge und ich denke auch nicht, dass es irgend jemanden davon interessiert… Muss es ja auch nicht weil einzigst meine Freude, auch Spaß daran und kann mich so wenigstens einfach frei, vom Herzen und offen im Blog bewegen. 😉
    Liebe Grüße und habt noch einen schönen, nicht zu stürmischen Tag 🤗🍀🌷

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    1. Liebe Hanne: nur das zu machen, wonach einem gerade ist, gehört für mich ebenfalls zu den schönsten und angenehmsten Seiten vom Bloggen! 🌞

      Wenn ich mithilfe vom Schreiben meinen Kopf freikriegen will, dann tue ich das… Aber wenn ich über einen tollen Film, über etwas Politisches, über eine wundervolle Party oder etwas arg Persönliches schreiben mag, tue ich das *ganz genauso*. Niemand schränkt einen/uns ein und das ist großartig. 😊

      Bewahren wir uns also unseren Spaß beim Ganzen- Und bleiben aus dem Orkan raus! 😅

      Herzlichste Grüße von: VVN

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  6. Ich glaube ich bin eher der Stalker-Typ 😀 Ich lese, lasse aber meistens nichts von mir hören (auch selten Sternchen, aber nur weil ich es vergesse ^^)… oder wenn ich meinen Senf abgeben möchte oder man konkrete Fragen stellt, dann hört man von mir auch mal was :p

    Bei uns lesen… ich meine zu wissen, dass Cia und Belinda (unsere besten Freundinnen) unseren Bloglink haben, aber die lesen nicht aktiv, sondern nur, wenn wir schicken. Unsere ehemalige Reittherapeutin, Frau Schnee, von der wir früher mal geschrieben haben, liest glaube ich auch noch regelmäßig… bei anderen bin ich mir unsicher. Ich weiß, dass schon einige Leute aus unserem persönlichen Umfeld unseren Blog haben… aber wie ich festgestellt habe, weiß ich das bei einigen gar nicht… aber bisher haben wir da nur Unterstützung und Zuspruch erfahren.

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    1. Heyhey, ihr Lieben! Das mit: „bisher nur Unterstützung und Zuspruch“ freut mich! Es ist schön, wenn nicht nur WP-FollowerInnen, sondern auch die eigenen Leute den Blog mögen… 😄

      Diejenigen, die nicht aktiv mitlesen, aber gerne konkrete Textlinks erhalten, gibt es hier übrigens genauso. Diese Kategorie konnte (= und wollte) ich gestern allerdings nicht mehr aufmachen- 😅

      Und, oh. Ich mag deinen bzw.: *euren* Senf. Aber das bloß am Rande.

      Passt auf euch auf und habt weiter viele wunderschöne Zeiten mit Nikki! 🌸

      VVN

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  7. Ein paar wenige Bekannte wissen von meinem Blog aber auch nur weil es mal nebenbei in einem Gespräch gefallen ist das ich einen habe….gehe damit also nicht Hausieren da ich denke das meine Gedanken nichts besonderes oder Spannendes sind….die allerdings Lesen sehr gerne und fragen schon oft wanns weiter geht wenn ich 2 oder 3 Tage nichts schreibe….besonders natürlich zur Zeit wo ich meinen Blog als „Koma Tagebuch“ geführt habe….
    und mein Mann und meine Tochter sind auch große Fans mit Nervfaktor wanns was neues zu lesen gibt…..
    Ich selber lese lieber andere Blogs und davon sind einige wirklich Spannend….manche Menschen empfinde ich als total Sympatisch nur von ihrer Art zu schreiben….und das obwohl ich Menschen eigentlich echt nicht leiden kann 😉
    Kommentieren tu ich nicht besonders gerne weil ich mit meiner Rechtschreibung viele wohl echt zur Weißglut treibe was mir auf meinem eigenen Blog halt voll Wurst ist 😀
    Liebe Grüße aus dem Windigen Norden
    -Sandra

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    1. Hallo, Sandra – und willkommen hier in den Kommentaren! 🙂

      Dass dich deine Bekannten, dein Mann und deine Tochter so gerne lesen, ist bestimmt immer ein gutes Gefühl. Am Ende des Tages freut man sich ja über positive Rückmeldung, ob nun aus der Bloggingwelt, oder aus dem unmittelbaren Alltagsumfeld… 😊

      Hab übrigens gerade nachgeschaut, was du mit „Koma Tagebuch“ meintest und hoffe, alles wird am Ende doch irgendwie halbwegs OK ausgehen- 😟

      Die besten Wünsche für dich und euch! VVN

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  8. Lieber Valentin, ich habe tatsächlich Menschen durch die Bloggerszene kennengelernt. Sehr interessante Menschen. Manche real und manche nur telefonisch oder per Mail. Ich lese sehr gerne die Beiträge…weil ich sie sehr persönlich finde. Dennoch hat sich diese Szene während der Pandemie verändert. Weniger Reisen mehr Kochbeiträge. Aber das ist in dieser Zeit auch nicht anders möglich.

    Liebe Grüße im Sturm, Maria

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    1. Ja, liebe Maria – dass sich die Szene während der Pandemie verändert hat, ist sogar mir aufgefallen… Dabei ging es mit diesem Blog erst viereinhalb Monate vor Lockdown I so richtig los! 😮

      Bin also gespannt, in welche Richtung sich die Bloggingreise *ab jetzt* fortsetzt: und froh, dass wir noch an Bord sind. 🌸

      Stürmische Grüße zurück an dich! VVN

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    1. „Gutes Frühstück mit einer gesunden Portion Milch“: gesprochen wie ein *ECHTER* Food Blogger! Wahaha! 😆😅😹

      Ansonsten, lieber Flo… Ja, die NeiderInnen gibt es traurigerweise. Sowohl im „realen Leben“, als auch bei WP. Traurigerweise für sie, nicht für mich. 😉

      Erneute spontan-nette Grüße! VVN

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  9. Ich trenne bloggen und Reallife, da ich sonst nicht so persönlich schreiben könnte. Ich würde zu viele meiner Gedanken filtern und versuchen, sie anzupassen, da ich vermutlich ein unglaublich angepasster Mensch bin. Bloggen ist somit für mich eine gewisse Freiheit. Mich z. B. auch sprachlich anders auszudrücken (z. T. mit vielen Kraftausdrücken etc.).
    Ich las schon an anderer Stelle, dass du das Bloggen u. a. auch dazu nutzt, um deine echten Kontakte auf dem Laufenden zu halten. Ein spannender Gedanke, aber für mich, glaube ich, nichts.

    Wenn ich mal nicht mitlese, hat das immer mit Zeit zu tun, nie mit Neid 😉

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    1. Oh, ja. Das ist ein enorm guter Punkt dabei, niemandem im „realen Leben“ vom eigenen Blog zu berichten: dass ausschließlich auf die Blogwelt reduziertes Veröffentlichen – unter Umständen – ungleich mehr Schreibfreiheit bedeutet! 🌞

      Vielleicht möchte man Dampf ablassen (= siehe auch hypermental in den Kommentaren weiter oben), vielleicht möchte man sich außerhalb des Alltags unbehelligt ordnen, oder vielleicht über Themen in den Austausch kommen, die man gegenüber seinem „Real-Life“-Umfeld nicht anzusprechen wagt… 🙂

      Alles höchst verständliche Gründe, um das Bloggen für sich zu behalten! Ich denke über diese Vorgehensweise also absolut nichts Schlechtes, obwohl *das* wiederum nichts *für mich* wäre. Bei mir sind Blogpersönlichkeit und „Real-Life“-Persönlichkeit deckungsgleich. 🐱

      Die einzige Ausnahme würde ich machen (= siehe Kommentarantwort an die Nubis), wenn ich noch im Bereich der Rechtswissenschaften tätig wär. Aber das läge dann ebenfalls nicht an mir per se, sondern bloß an (= stark zu kritisierenden) Jobanforderungen.

      Alles Liebe und einen schönen Samstag! VVN

      P.S.: keine „Sorge“ wegen der Neidsache… Das war eine ganz allgemeine Beobachtung, die ich ab und an mit einem 🙄 machen muss, ohne jemals jemandem direkt Neid zu unterstellen.

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  10. Interessant und tröstlich zu lesen, dass es anderen geht wie mir selbst. Ich habe Freund*innen, die mir wiederholt ehrliche Komplimente geben, aber es scheint eine technische/psychologische/datenschutzsensible (?) Hürde zu sein, (m)einen Blog zu abonnieren. Ich muss die Artikel schicken (was ich nur selten tue im Fall von Themen, die sie speziell interessieren könnten, ich will ja nicht nerven.) Andererseits erinnere ich mich gut, war ich vor dem Bloggen auch nie auf die Idee gekommen, einen zu abonnieren, wenn ich bei der Internetrecherche zufällig auf einen guten Artikel stieß. Ich meine aber, hätte ein Freund oder Familienangehöriger etwas in der Art, hätte ich mich da ganz selbstverständlich eingetragen. Viele Menschen lesen aber auch einfach nicht gern, haben andere (praktische?) Interessen. Das mag uns Kopfmenschen oft nicht in den Kopf gehen. Das Schärfste, was ich mal einstecken musste, von einer sehr nahen Verwandten: „Diese Links, die du da manchmal schickst, die öffne ich gar nicht. Was ist das eigentlich?“ „Ähm, das sind meine Artikel vom Blog, ich schicke sie dir, wenn du zu dem Geschriebenen eine Verbindung hast.“ Ach so, aha. Themenwechsel.
    Ich glaube, man darf nicht zu viel verlangen, vor allem nicht von Familie und Freunden. Das ist mitunter schmerzhaft, aber die Realität. Du musst Menschen finden, die sich sowohl für deine Themen und Anregungen interessieren als auch gerne lesen. Solche Leser kannst du erreichen, berühren und unterhalten, und das ist dann ein wunderbares Glück.
    Ich lese gern hier mit, wenn ich es auch nicht jeden Tag schaffe. Das bitte ich zu entschuldigen. 😊 Saluti und wie immer sonnige Grüße ins stürmische Land, Anke

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    1. Liebe Anke, es gibt nichts, was ich entschuldigen müsste! Wann immer du hier vorbeischaust, freue ich mich – wenn nicht, dann hast du bestimmt einfach unfassbar viel vor bzw.: im Alltag zu tun. 🙂🌞🌸

      Wenn FreundInnen von mir bloggen würden, würde ich sie zweifelsohne *auch* direkt abonnieren und regelmäßig lesen!

      Demnach finde ich es letztlich eher befremdlich, wie man sich als FreundIn *NICHT* dafür interessieren kann, was der jeweils andere denkt/veröffentlicht/kommentiert. 🤔

      Damit geht irgendwie ein merkwürdiger Freundschaftsbegriff einher – aber am Ende des Tages bleibt dann tatsächlich „nur“ exakt das, was du sagtest: man muss sich auf diejenigen konzentrieren, die teilhaben *wollen*, die gerne lesen und gerne dabei sind, und die einen mit der Begeisterung für’s Schreiben verstehen! Und davon gibt es schließlich doch immer genügend Menschen. Siehe: „wunderbares Glück“. 😺

      Daher schreiben wir munter weiter.

      Liebe Grüße aus dem Sturm! VVN

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  11. Ich lese die Blogs (wie ist eigentlich der Plural von Blog?), welche ich abonniert habe, sehr konsequent – entspricht meinem Charakter. Deshalb habe ich auch nur wenige abonniert. Und ich lese sie gerne, weil ich damit ein Stück von der Welt miterleben kann, was mir sonst verwehrt bleibt. Aufgrund meiner persönlichen Situation lebe ich extrem zurückgezogen. (eigentlich keine Freunde und nur ganz wenige Kontakte zu anderen Menschen – eigentlich schade, kann ich momentan aber nicht ändern)
    Ein paar wenigen Menschen habe ich im realen Leben von meinen Blogs erzählt, aber nie auch nur eine Rückmeldung erhalten.
    Ansonsten nutze ich die Anonymität, um mich vor meinem eigenen Umfeld zu schützen (zumindest momentan). Meine Gedanken und die Ausdrucksform, die ich nutze, sind nicht jedermanns Sache. Und ich habe kein Interesse daran, dass mir diese Möglichkeit durch „Schlechtreden“ kaputt gemacht wird. Wenn ich mal jemanden von meinen Gedanken erzähle, stoße ich oft auf anfänglich großes Interesse. Aber nach kurzer Zeit flaut das ab – ist wohl zu weltfremd bzw. zu kompliziert.
    Den Blog schreibe ich, damit jeder, denn es interessiert – aus welchen Grund auch immer – mitlesen kann. Die Gedanken stammen immer aus eigenen Erfahrungen, sind aber selten tagesaktuell, da meine Art zu schreiben sehr aufwändig ist. Am Ende ist es mein Versuch, irgendetwas sinnvolles aus meinen Geist zu machen, da sich mein reales Leben in der Regel aus sehr einfachen und stupiden Abläufen (Notwendigkeiten) zusammensetzt. Wenn ich jemanden mit meinen Gedanken etwas gutes tun kann, bin ich glücklich…
    Hab(t) eine gute Zeit.
    🍀💚🤗

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    1. Guten Morgen, lieber Ankor! 🌸

      Ja, das Bestreben, sich durch das Schreiben die Sinnhaftigkeit bei allem Möglichen zu bewahren, das teile ich absolut mit dir. Auch kann ich extrem gut nachfühlen, wieso du dir deinen ganz eigenen, privaten (Schreib-)Raum erhalten möchtest, in dem das Risiko des „Schlechtredens“ durch Andere gegen nahezu Null geht – obwohl ich *da* in der Praxis ganz anders agiere. 😇

      Ansonsten erinnere ich mich daran, dass wir schon einmal darüber sprachen, wie überaus sorgfältig, bewusst und achtsam du wirklich *jedes einzelne* deiner Wörter auswählst, wenn du deine Texte/deine Poesie verfasst! Das merkt man. Genauso, wie viel Zeit deswegen dort hineinfließt. 😊

      Dass du das so konsequent verfolgst, gefällt mir sehr. Und ich lese dich gern, unabhängig von den eventuellen längeren Pausen zwischen deinen Veröffentlichungen. 🍀

      Herzlichste Samstagsgrüße von: VVN

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      1. Vielen lieben Dank für Deine Worte. Sie berühren mich sehr.
        Mein „Umfeld“ ist allerdings sehr klein, daher bin ich so vorsichtig. Solange dies der Fall ist, bleibe ich in der Anonymität – auch wenn ich dies gern ändern würde (was ich tun werde, sobald sich entsprechenden Veränderungen einstellen.)
        Mich fasziniert, mit welcher Offenheit Du über Dich selbst berichtest. Ich kann gut verstehen, warum Du das tust. Aber diese Möglichkeit ist mir (noch) nicht gegeben, da ich mich geistig manchmal in Welten bewege, die weit jenseits unserer westlichen kulturellen Akzeptanz liegen. Viele meiner Texte und Inhalte stammen aus diesen geistigen Reisen. Daher verpacke ich sie in entsprechende Formen wie Gedichte oder Kurzgeschichten. Und ich finde es wunderschön, wenn sich jemand die Mühe macht, mir hin und wieder in diese Welten zu folgen. (Es ist nicht so, dass diese Welten meine persönliche Phantasie wären, sie sind eigentlich allen Menschen (zumindest unbewusst) bekannt, aber sie widersprechen oft dem modernen Gedanken der Aufklärung bzw. dem, was die moderne Wissenschaft akzeptiert.)
        Und so werde ich weiter an Texten und Beiträgen feilen, bis ich wieder einen soweit habe, um ihn in meinem Blog zu veröffentlichen…
        (Und ich habe mir vorgenommen, einige meiner alten Gedichte zu überarbeiten, um wenigstens die gröbsten Ruckeleien im Lesefluss zu Korrigieren. Einige kann ich wahrscheinlich noch dreimal überarbeiten, bis sie endlich „rund“ sind – was oft ziemlich schwierig ist, da es eigentlich primär um den Inhalt geht. Die Form ist reine Ausschmückung. Aber das geschieht im Hintergrund und wird sich erstmal nur in den statischen Seiten meines Blogs niederschlagen.)
        Hab(t) einen wunderschönen Abend, der hoffentlich nicht so einsam ist wie meiner.
        🙏💚🤗

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    1. Selbst wenn ich das anders handhabe, kann ich eure Vorgehensweise doch zu 100% nachvollziehen, ihr Lieben! 😺🌞🌸

      Wenn ich beispielsweise noch immer Jura studieren, aktiv Klienten im Opferschutz begleiten und andere Aufträge in dieser Richtung annehmen würde, dann wüsste dort *definitiv* ebenfalls niemand von diesem Blog. Niiiemand. Da verliefe bei mir dann auch eine äußerst massive Grenze. 😇

      Von allem, was ich weiß, geht ihr ja genauso einem Job nach, bei dem diese Grenzziehung immens wichtig ist- Daher komplettes Verständnis meinerseits. 🙂

      Schokoladig-liebe Grüße an euch! VVN

      P.S.: das Wort „Opfer“ gefällt mir grundsätzlich gar nicht, ich sage immer „Betroffene“… Das oben war lediglich die bisherige Selbstbezeichnung dieses Bereichs, die man wahrlich mal überholen könnte. 😉

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  12. Ich? Gehöre zur Kategorie Leser, die immer mal wieder reinschaut und partiell liest.
    Je nach Gusto auch kommentiert, aber mit der Dichte der Blogs einfach überfordert ist, immer alles zu lesen UND zu kommentieren….
    Von daher verstehe ich dein (euer) Ansinnen, bitte aber um Verständnis.
    Momentan bin ich zum Beispiel jobmässig SO SEHR eingebunden, dass ich sogar selber nichts mehr schreibe, bzw. wenn, dann nur kurze und prägnante Statements hinterlasse.
    Ich hoffe, dass sich das wieder ändern wird. 🙂
    Liebe Grüße….

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    1. Welches Ansinnen meinst du genau, liebe Bea? Da stehe ich gerade etwas auf dem Schlauch- 😅

      Ansonsten freue ich mich auch bei dir einfach jedes Mal, wenn du hier vorbeikommst- Ohne pikiert/vergrätzt/böse/etc. zu sein, solltest du es länger nicht tun. 😊

      Schließlich weiß ich, wie hart du arbeitest und welchem Chaos du dort ausgesetzt bist- Also. Halte durch… 😟

      Ganz liebe Grüße zurück! VVN

      Gefällt mir

      1. Dein (euer) Ansinnen, (vielleicht doofe Wortwahl, ja – beim Googlen sah ich, dass das Wort sehr negativ besetzt ist – war so aber nicht gemeint! Ich meinte eher Gesuch, Anliegen) einfach mal nachzufragen, wer welcher Kategorie Blogger entspricht und warum. Oder habe ich das fehlinterpretiert?
        :-/
        Und ja, irgendwie ist momentan alles irgendwie blöd. Nicht nur ich, bzw. mein Job leiden unter den momentanen Geschehnissen.
        Aber:
        Es kann eigentlich nicht mehr schlimmer werden. 🙂
        Und da heute auch noch Mittwoch, der Tag des Bergfestes ist, proste ich euch mal virtuell zu!
        Sucht euch was aus: 🍷🍸🍹🍺🥃🥤🧃 *Skol & liebe Grüße 🥳

        Gefällt 1 Person

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