Klarname vs. Pseudonym. Teil II.

Ihr Lieben. Heute ist noch ein ganz besonderer Tag: heute können mein Co-Blogger Herr Carax und ich nämlich „offiziell“ auf vier Jahre Katz-und-Bär-Allianz zurückblicken! 😺💖🐻

Deshalb wird dieser Artikel für mich extra-extra spannend zu schreiben und (= genau wie mein „Trauma und BDSM“-Beitrag) keine wissenschaftliche Abhandlung, sondern ziemlich persönlich. Aber dafür seid ihr ja u.A. hergekommen, Freunde m/w/d.

Also: was halte ich von einer Klarnamenpflicht im Internet?

Erstmal.

Zur Diskrepanz zwischen „realer“ Persönlichkeit und Onlinepersönlichkeit. Herr Carax schreibt dazu hier: „Im Internet konnte ich wer anderes sein. Oder vielleicht nur eine super coole Variante meiner selbst. Es war nicht real.“

Absolut nicht meine Sache. Absoluuut nicht.

Letzten Endes lesen hier *sämtliche* meiner FreundInnen mit – ein paar davon explizit erwähnt in unseren 2020-Weihnachtsgrüßen. Wolf liest mit, sogar Herr Carax‘ Familie liest mit (= JA. ICH BRAUCHE STUNDEN FÜR EINEN TELLER SOLJANKA. 😒) und ey- Wie überaus peinlich wär die Nummer mit dem Bloggen, wenn jeder aus meinem Umfeld sähe: ich denk mir „mich“ aus. Wisst ihr, was ich meine?!

Daher: nope, ich bin auch im realen Leben dieses langsamst essende, bei Unternehmungen extrem enthusiastische, sich temporär jedoch völlig zurückziehende, tätowierte, partiell sichtbar zerschnittene, sich a.) sehr exzentrisch und girly, oder b.) sehr jungenhaft kleidende, im Club auf Bühnen und Podesten tanzende, BDSM-Events besuchende, sein Rudel umsorgende, Gäste freudig mit 🍹🍹🍹 bewirtende, leidenschaftlich politikdiskutierende, Ariana Grande und Motörhead hörende, zu ABBA singende, häufigst übermüdete, kaffeesüchtige, an verschiedensten Sachen und Leuten interessierte, eifersuchtsfreie, steak- und lachsverliebte, höchst anschmiegsame, aber wenn nötig super kampfbereite, beharrlich-strebsame, „Battle Angel Alita“ feiernde, schmale 🐱, das oft JAHRE im Bad mit Körperpflege verbringt (= hallo, Grillplattenfreund!) und manchmal einfach bloß *Ball spielen* oder in den Flöckchenkarton will.

(Süß war, dass mir kürzlich die Rückmeldung geschickt wurde: „Wenn ich das sagen darf, siehst du genauso sweet und sympathisch aus, wie du auch schreibst.“ THX Galore!)

Insofern wäre eine Klarnamenpflicht kein Problem für mich. Meine „reale“ Persönlichkeit und meine Onlinepersönlichkeit sind *deckungsgleich*. Alles Andere gäbe mir nix, und ich käme mir ohne Deckungsgleichheit überdies vor, wie ein Faker und schäbiger Flegel. Außerdem habe ich keine Geheimnisse vor meinen PartnerInnen und FreundInnen. Sonst wären es ja keine solchen. 💖

Auch in der Negativumkehr würde eine Klarnamenpflicht keinen Unterschied für mich machen (= denkt euch jetzt ein fettes: „LEIDER GOTTES!“). Vergessen wir nicht – ich bin eine Person of Colour und Schwarz, deshalb lebe ich in mit stetiger Bedrohung: so oder so.

Selbst wenn man mir meine Tätowierungen, meine Narben, meine „verrückten“ Kleidungsstile, meine Sexualität und meine Geschlechtsidentität nähme, fiele ich im öffentlichen Bild noch immer auf wie ein Alien, und könnte somit jederzeit zielgerichtet angegriffen und/oder gekillt werden. Daher wäre es auch aus DIESER (= völlig traurigen und desillusionierenden) Sicht betrachtet „gehupft wie gesprungen“, wenn man wüsste, wie ich mit Klarnamen heiße.

Der Zustand, dass ich direkt vor meiner Türe plötzlich von einem Nazi abgeknallt werden könnte, ist und war seither ohnehin gegeben. Dagegen schützt kein Pseudonym, und dafür reicht meine Augen-, Haar- und Hautfarbe völlig aus. 🐙

Soweit könnt ich mich also – im Guten wie Schlechten! – nicht um eine Klarnamenpflicht im Internet scheren.

ABER. Ich stecke nunmal ähnlich wie z.B. die Lunis, myokard und Lake (= siehe Kommentare hier) in der… Well… immens unschönen Situation, durch konkret-persönliche Lebensumstände auf Anonymität und Pseudonyme angewiesen zu sein.

Weil ich zu eben dieser Betroffenengruppe zähle, die nicht nur allgemein politisch, sondern *höchstpersönlich* gesucht und verfolgt wird. Da ich mich im realen Leben zu dem Schritt entschlossen habe, alle gewaltvollen Kontakte abzubrechen und zu meinem früheren Umfeld auf größtmögliche Distanz zu gehen (= d.h.: Mauern, Abschirmen, Sicherheitsvorkehrungen in jegliche Richtungen treffen), muss sich diese Vorsicht und Distanzwahrung logischerweise auf all meine Internetaktivitäten erstrecken.

Unmissverständlich gesagt kann und will ich meine TäterInnen weder in der Realität, noch im Internet auch nur *annähernd* in meiner Nähe haben. 🐙🐙🐰🐙🐙🐙🐙🐰🐙

Es geht um Freiheit, es geht um mein Ich-Sein und um das Durchsetzen meines Entschlusses, der Gewalt den Rücken zu kehren, koste es, was es wolle. Ein simples Pseudonym kann dabei bereits ein unheimlich wirksames – und somit unverzichtbares – Werkzeug sein! 😊

Bevor man also überhaupt zu überlegen beginnt: „Könnte eine Klarnamenpflicht gegen Hassangriffe und Verfolgung im Netz helfen“ sehe ich es als unabdingbar an, *ZUNÄCHST* zu gewährleisten, dass jeder Betroffene von Hassangriffen und Verfolgung im realen Leben!!! effektiv und dauerhaft vor sämtlichen (seiner) TäterInnen geschützt wird. Ohne unbehelligt und frei agierende TäterInnen bestünde schließlich gar keine solche zwingende Notwendigkeit für derartig konsequente Pseudonymnutzung.

Und – wie schafft man es dorthin?

Meine realistische Antwort: MAN SCHAFFT ES LEIDER GAR NICHT.

Sei es nun der NSU und alles Artverwandte, seien es Gruppierungen, in denen systematisch rituelle Gewalt stattfindet, seien es Drogen- und Menschenhandel, und, und, und… Täterstrukturen sind schlichtweg zu gut vernetzt, zu gut organisiert, zu finanziell lukrativ und zu (politisch) einflussreich, als dass je *wahres* Interesse daran herrschen könnte, sie zu beseitigen und Sicherheit für Betroffene herzustellen. Sichere Betroffene bringen, ganz simpel, keinen Nutzen und keine Einnahmen. 😒

Solange in der Realität also Täterschutz von der Priorität her kilometerweit über jeglichem Opferschutz angesiedelt bleibt (= und unser aller TäterInnen eben unbehelligt in der Weltgeschichte herumspringen können) halte ich eine Klarnamenpflicht im Internet für 100%ig ablehnenswert.

Über Klarnamenpflicht kann man anfangen zu diskutieren, wenn der gesamte Planet für Betroffene sowohl im Abstrakten (= generelle politische Verfolgung), als auch im Konkreten (= persönliche Verfolgung durch ganz bestimmte TäterInnen) zu einem Safe Space geworden ist.

VORHER NICHT. Denn bis dahin müssen wir Betroffenen uns unseren Safe Space innerhalb und außerhalb des Internets leider nach Kräften *selber* schaffen. Und dazu gehört ein unverhandelbares Recht auf Pseudonymnutzung und demnach auf „sichere Anonymität“.

Wir verbleiben gespannt auf eure Meinungen.

VVN

P.S.: Wolf hilft Iron-Man-like einem Freund und ist fünf Tage lang anderswo- Daher werd ich bis zu seiner Rückkehr ganz viel Romanschreiben, „mein“ Zeug auf YouTube, Prime und Netflix schauen und einfach… fröhlich Zeit mit mir selbst verbringen.

P.P.S.: viele Dinge, die ich in diesem Text über mein kleines 🐱-Selbst erwähne, habe ich ausnahmsweise (!) nicht mit einer Verlinkung belegt. Diese Dinge sind aber allesamt irgendwo hier auf’m Blog nachzulesen.

33 Kommentare zu „Klarname vs. Pseudonym. Teil II.

  1. Erstmal Gratulation zur vierjährigen Allianz! 🏆4️⃣😃👍 Ansonsten: Volle Zustimmung – solange diese Welt ein leider durchaus gefährlicher Ort ist, bleibt Internet-Anonymität eine notwendige Schutzvorkehrungen! Hoffentlich entwickelt sich die Gesellschaft diesbezüglich positiv weiter (man hat da manchmal seine berechtigten Zweifel, aber die Hoffnung bleibt). Beste Grüße, h. 🙂

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    1. Dankescheen, lieber hyper! Sagen der 🐻 und ich. 🐱

      Und, JA. Die Hoffnung bleibt, obwohl ich im Text oben hart den Realisten habe raushängen lassen *müssen*. Gleichzeitig brachte mich dein: „man hat da manchmal seine berechtigten Zweifel“ laut zum Lachen. Das ist nämlich die diplomatischste Umschreibung für: „MOMENTAN IST ALLES ROTZE!“, die ich seit Langem lesen durfte. 😹

      Herzlichste Grüße zurück – und auch nochmal Danke von mir an dich, dass du deine Geschichte mit uns geteilt hast! 🌸

      VVN

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  2. Da gibt es gar nicht mehr viel zu sagen. Valentin, du zeigt alle Seiten auf. 💛

    J+V alles Liebe zum Jahrestag 🐱🐻

    Valentin, ich wünsche dir ein paar schöne sturmfreie Tage. Lass es dir gut gehen.

    Viele Grüße Sandra

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    1. Schön, dass du mich auch heute gelesen hast, liebe Sandra! Klar ist es eine völlig andere Sichtweise als die ANFANGS-Sichtweise vom Herrn Carax. Aber u.A. dafür machen wir den Krams hier ja. 😆

      Danke ebenfalls für deine wiederholten Glückwünsche! Ich bin einfach ein totaler Fan von *eigens etablierten* Feiertagen… 💖

      Daher: „Yay 🐱 + 🐻!“ Wir wünschen dir Beide den besten Abend! VVN

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  3. Vier Jahre – Glückwunsch Euch beiden!

    Und ja, es gibt unendlich viele gute (in der Ursache traurige) Gründe für diesen Selbstschutz. Und sei es nur ganz was Banales wie etwa, daß man mit manchen Dingen nicht zu googeln sein will. Weil man öffentlich und privat trennen will, zum Beipsiel.

    Aber weißt Du, was ich am Internet oder am Bloggen hier toll finde? Zum einen, daß auf Eurem Blog hier durchaus differenziert sich ausgetauscht wird. Zum anderen: man trifft hier Leute, mit deren Lebenswelten die eigene im realen Leben keine Schnittmenge hätte. Mit denen man nie in Austausch getreten wäre. Und das sehe ich als Gewinn, auch auf manch anderen Blog bezogen.

    Viel Spaß in der sturmfreien Bude und beste Grüße!

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    1. Danke, bester Zweimal-B! 😊

      Und was du „am Internet oder am Bloggen hier toll“ findest, unterschreibe ich zu 100 Prozent. Der Austausch ist unsagbar wertvoll. Mit jedem Bisschen an gegenseitigem Verständnis ist bereits etwas gewonnen. Allein die Kommentare unter diesem Beitrag (= bisher letzter Kommi von „Schöne Perle“/Monika) sind wieder der Wahnsinn. 🌸

      Herzliche Grüße zurück und schön, dass du bei uns bist! VVN

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  4. Entschuldigung, aber ich musste kurz lachen, als ich das gelesen habe:
    „Über Klarnamenpflicht kann man anfangen zu diskutieren, wenn der gesamte Planet für Betroffene sowohl im Abstrakten (= generelle politische Verfolgung), als auch im Konkreten (= persönliche Verfolgung durch ganz bestimmte TäterInnen) zu einem Safe Space geworden ist.“
    Weil das nie passieren wird.
    Es wäre für uns eine schöne Wunschvorstellung. Aber diese Sicherheit wird es nie geben.
    so, wie du es auch vorher geschrieben hast.
    Ich frage mich, wieviele (tote) Opfer es geben muss, damit die Welt endlich mal aufwacht.
    wir werden definitiv nie mit Klarnamen irgendwo auftauchen.

    Ich finde, das muss letztendlich eh jeder für sich selbst entscheiden. Wenn jemand in einem per se sicheren Umfeld aufgewachsen ist, keine Verfolgung o.Ä. zu befürchten hat aufgrund seiner Herkunft oder was auch immer, kann derjenige das ja gerne tun.

    4 Jahre Allianz. Klingt super. Herzlichen Glückwunsch dazu!

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    1. „Entschuldigung, aber ich musste kurz lachen“ …

      Ihr Lieben! Exakt genau *SO* war es gemeint, mit dem: „Über Klarnamenpflicht kann man anfangen zu diskutieren, wenn…“

      Ich hätte demnach auch schreiben können: „Wenn der Mond blau wird und die Hölle zufriert“. 😹😹😹

      Traurig fürwahr, aber dass ihr lachen musstet, freut mich trotzdem. Weil ich beim Tippen dieses Absatzes ebenfalls leise in mich hinein gegnickert hab- 😆

      Danke für euren Kommentar, euer Verständnis und eure Stimme. Haltet durch, OK? 🌸

      Alles, alles Gute! VVN

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    1. Mega witzig wäre das! 😅

      Und, mh. Diese super-ernste Anzugseite kann ich tatsächlich auch?!! Mit früheren Klienten im Rahmen meines Jurastudiums musste ich z.B. durchgehend so sein. Aber das liegt mir halt nicht… Da ist es mir „so“ tausendmal lieber. Und *so* sind die Leute dann: „WTF, Bruder.“, wenn ich plötzlich auf einen Baum klettere oder nach einem Stofftier springe- 😹

      VVN

      P.S.: Krawatten. Ich trage gern Krawatten.

      Gefällt 3 Personen

  5. Nun aber mal on-topic: Ich finde deinen Standpunkt, was das angeht, absolut nachvollziehbar. Erst vor Kurzem habe ich meinen alten Instagram Account komplett hinter mir gelassen, einen neuen gestartet und zeige dort auch immer noch nicht mein Gesicht. Aus einfach dem Grund, dass ich mitbekommen habe, wie Täter von damals oder Freunde von Tätern, sich meine Stories angesehen haben oder mir sogar teils gefolgt sind. Nuh-uh, bye bye.

    Ich glaube, selbst wenn ein 100%iger Schutz für mich/Leute wie mich gegeben sei, würde ich noch immer gerne an meinem Pseudonm festhalten. Nicht, weil ich hier vorgebe, jemand anderes zu sein, als ich bin. Aber mein Pseudonym ist letztendlich über die Jahre irgendwo auch Teil von mir geworden, und ich würde es vermissen, „müsste“ ich plötzlich unter meinem Klarnamen schreiben. Wahrscheinlich würde ich dann anfangen, mich ein wenig weiter zu distanzieren vom Internet, nicht aus Sicherheitsgründen sondern einfach aus „Sehnsuchtsgründen“. Mein Pseudonym passt mir wie eine zweite Haut, und würde ich plötzlich mit Klarnamen schreiben – auch wenn ich dadurch weiterhin so sicher wäre wie mit Pseudonym – würde mir diese Haut fehlen und mich irgendwie… wund machen.

    Gefällt 1 Person

    1. Oha, auf jeden Fall. Facebook, Twitter, Insta, LikedIn und dergleichen… Viel zu heikel, persönlich gesehen. Daher versteh ich vollends, dass du deinen alten Insta-Account über’n Haufen geschmissen hast. Bye bye mit Kusshand und Kalmar. 💖🐙😹

      Den Aspekt mit: „Mein Pseudonym passt mir wie eine zweite Haut“ konnte und wollte ich im Beitrag oben aus (Lese-)Zeitgründen noch nicht aufgreifen. Aber auch da bin ich in Gänze bei dir! Gut möglich, dass dazu in Bälde ein Kompletttext von mir folgt. 🌞

      Dank auch dir/euch für diesen ausführlichen und verständnisvollen Kommentar! VVN

      … „Kompletttext“. Lustig. 😆

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  6. Ich kann dem einfach in Gänze nur zustimmen.
    Auch mit Pseudonym sind und benehmen wir uns im Internet nicht anders, als wir sind. Also eher nicht wie „Karl Arsch mit offener Hose“ und auch nicht irgendwie anders als wir auch so sind.
    Ich kann diese seltsamen Menschen eh nicht verstehen, die so tun, als wären sie jemand anders. Was man sich da dann alles merken muss meine Güte 😂 ich könnte das nicht.

    Ich meine selbst mit Pseudonymen ist man nicht gänzlich anonym im Internet und auch so würde Strafverfolgung passierenkönnen….wenn es denn jemanden juckenwürde. da fängt es doch schon an.
    So viele Straftatsbestände im Netz über Mobbing, Stalking, Drohung und so weiter….wer soll denn das alles verfolgen? Selbst wenn es auch jetzt schon strafbar ist?
    Und ich meine an der Stelle rede ich noch nicht mal vom „Darknet“

    Der Staat tut gerne so, als könnte er und wollte er seine Bürger beschützen aber Tatsache ist, dass viele entweder durchs Raster fallen, wie wir oder einfach sowieso ja Täterschutz vor Opferschutz geht. Nehmen wir mal nur die Fälle, wo besondere Schutzbedürfnisse bestehen und die Täter durch eine Anzeige trotzdem die aktuelle Adresse des Opfers bekommen. Ja himmelherrkeks, wirf mal einer Hirn.
    Und trotz allem, würde ich es unserer Regierung zutrauen, eine Klarnamenspflicht einzuführen. Vor dem Tag habe ich Angst.

    Wir müssen uns selbst schützen. Anders geht es halt nicht. Und ja, da ist ein Pseudonym ein probates Mittel.
    Wobei man auch sagen kann, dass man mit einem gewissenBekanntheitsgrad ja auch einen Künstlernamen beantragen kann. Ist halt dann wieder von Stadt zu Stadt unterschiedlich, was die als „Bekannt“ annehmen. Und wenn irgendwann Millionen Leute einen Künstlernamen haben wollen weil „ich bin Influenza“ dann schaffen die das auch ganz schnell wieder ab. War ja schon kurzzeitig mal abgeschafft.

    Wir sind jedenfalls durch einen Künstlernamen doppelt abgesichert. Und das ist gut so.
    Ist halt schon aufwändig, wenn man sich überlegen muss, immer vorher überlegen muss, wo man was mit sich in Verbindung bringt und was damit verrät.
    Realnamen gibt es nur dort, wo ich etwas bestelle und bringe mich dort aber nicht mit dem Künstlernamen in Verbindung. Sicher ist sicher. Weil Hacker gibt es ja auch noch, die dann meine Daten sonst wo veröffentlichen könnten.

    So und das reißt alles die ganze deutsche Problematik eh nur an. Man könnte Romane schreiben dazu. Aber dazu bin ich zu müde.

    Glückwunsch noch zur Allianz. ❤
    Und weiter so ihr Lieben.

    Gefällt 2 Personen

    1. Äh. Ich kann hier inhaltlich eigentlich auch nur zu allem: „JA. EBENFALLS JA. NOCHMALS JA. UND JA.“ sagen… 😺

      Das: „nicht wie ‚Karl Arsch mit offener Hose'“ hat übrigens für große Heiterkeit gesorgt. Keine Ahnung, ob ihr euch das ausgedacht habt, aber ich lerne andauernd neue Redewendungen im Austausch mit euch- Was extrem cool ist. 😆

      Danke dafür. Und Danke für eure fortwährende Solidarität und natürlich für die lieben Glückwünsche. Das 🐱 und der 🐻 werden sicher weiter zusammenarbeiten!

      VVN

      „Wir müssen uns selbst schützen. Anders geht es halt nicht.“ 💖

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  7. Ich blogge, schreibe und fotografiere seit langem schon unter einem Pseudonym, und fühle mich wohl dabei. MarthaFrei ist so etwas wie mein Alter Ego geworden, so etwas wie eine vor allem im Internet und in meinen Manuskripten sehr aktive zweite Version meiner Selbst, die ich nicht missen möchte.
    Ich bin gegen eine Klarnamenpflicht im Internet. Man braucht sich doch nur mal anzusehen, wie massiv mittlerweile viele Menschen, nicht nur berühmte Persönlichkeiten!, bedroht werden, die unter ihrem eigenen Namen kritische Beiträge veröffentlichen, und dabei nicht nur Klarnamen, sondern auch Adresse, Telefonnummer und E-Mail-Addy öffentlich angeben. So lange auch für unsere strafverfolgenden Behörden das digitale Universum und seine Möglichkeiten nach wie vor zum „Neuland“ gehört, und diese Behörden nicht dazu in der Lage sind (vielleicht auch nicht sein wollen), angegriffenen Personen ausreichend Schutz zu bieten und konsequent gegen Drohungen, Beleidigungen, Rufschädigungen etc. vorzugehen, bin ich sehr dafür, dass man im WWW die Möglichkeit hat, sich einen Nickname, ein Pseudonym zuzulegen.
    Manchen mag es ja am A*** vorbei gehen, wenn sie Androhungen von körperlicher Gewalt bis hin zum Mord erhalten. Mir nicht. Ich habe mittlerweile auch ein paar Morddrohungen erhalten, eine Weile kursierte sogar ein Steckbrief von mir mit meinem Klarnamen, in dem eine Belohnung für die Person ausgeschrieben wurde, die mich um die Ecke bringen würde. Bis aufgrund einer Anzeige die Löschung dieses Machwerks erzwungen wurde, habe ich da vor ein paar Jahren sehr unruhig und schlecht geschlafen. Und als logische Konsequenz Klarnamen und sämtliche Details bezüglich Adresse etc. aus meinen Accounts gelöscht.
    Jede Person sollte das tun, was sie für richtig und wichtig befindet. Dank der neuesten digitalen Technologien ist es ohnehin mittlerweile ein Leichtes, die Menschen hinter den Nicknames aufzuspüren.

    Gefällt 3 Personen

    1. Liebe Martha, schön, dass du ebenfalls wieder dabei bist und deine Meinung mit uns teilst. Wir gehen da ja (= aus allen bekannten Gründen) voll d’accord. 🌸

      Tatsächlich, so armselig die Bilanz ist, höre ich von dir gerade auch ZUM ALLERERSTEN MAL eine Geschichte, in der eine Anzeige auf dem Gebiet überhaupt irgendwas gebracht hat -> „Löschung des Machwerks“. ZUM ALLERERSTEN MAL. 😱

      In dieser konkreten Sache freu ich mich für dich – mal ein kleiiiner Erfolg inmitten jeder Menge Mist – und kann „dennoch“ total nachvollziehen, wieso du, wie ganz viele liebe Leute hier, an deinem Pseudonym festhältst. Es ist nicht nur ein liebgewonnener Name… Es ist ein Schild. 🙂

      Hab einen wundervollen Restabend und bleib bloß so, wie du bist! VVN

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  8. Herzllichen Glückwunsch (nachträglich)! Vier Jahre sind heutzutage ja ne halbe Ewigkeit. Wie es aussieht werden da leicht vierzig draus, nachdem es gerade beim Essen klappt. 😉 Wenn jeder das isst, was ihm der andere Teil vorsetzt, ist das hervorragend. In diesem Sinne „Weiteressen!!!! :-))“ LG Michael

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    1. Danke auch dir, lieber Michael! Herr Carax und ich freuen uns sehr über diese vier Jahre! 😊

      Und klar esse ich alles, was der Wolf mir vorsetzt. Er ist so ein guter Koch! Mit dem ich bald sogar bereits mein 18-jähriges Jubiläum feiern kann. Das ist dann vermutlich fast schon ’ne *GANZE* Ewigkeit- 💖

      Deshalb: jau, wir schreiben und essen weiter- Hehe!

      Liebe Grüße zurück! VVN

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