Problematische Essenslieferungen, aber endlich Selbsttests.

Wovon ich bereits seit Wolfs und meinem wohldokumentierten Sushi-Wakame-Exzess berichten wollte: „Lieferando“, Leute. Die heute-show thematisierte deutlichst, weshalb es wirklich oll ist, sich dort zu registrieren und dort zu bestellen:

(Die acht Minuten lohnen sich. Und, JA. Es gibt im Video wieder Hitlerhumor. 😅)

Auch ich hatte mich ihm Rahmen meiner Lockdown-I-Vorbereitungen vor einem Jahr bei „Lieferando“ angemeldet: zusätzlich zur Registrierung für’s Onlinebanking, der Installation von Zoom und Signal, der Kauf meiner PS4 und anderen lebenswichtigen Dingen. 😒

Und selbstverständlich hatte ich den Dienst dann auch einen Monat lang (= bis zu meiner Reise in die Wolfshöhle) genutzt. Kein Geheimnis.

Das indische Essen, das wir uns vor zwei Wochen mitternächtlich liefern ließen, kam demnach prompt erneut über „Lieferando“. Beim Einnehmen der Mahlzeit guckten wir jedoch die oben erwähnte heute-show und dachten danach beide: „OOOKAY, in Zukunft also wieder direkt beim Restaurant anrufen.“

Deshalb suchten wir für den Sushi-Exzess die Homepage des Restaurants heraus und gingen komplett altmodisch vor… Was im blödesten Sinne abenteuerlich war.

Zunächst wollten sie uns SO überhaupt nicht beliefern, obwohl es mit Hilfe von „Lieferando“ nie ein Problem gewesen war. Auf freundliche Bitte hin willigten sie dann doch ein, aber die Durchgabe der Bestellung war zeitlich ein reiner Staatsakt, ein Posten wurde letztlich verwechselt, der auf der Homepage vermerkte Rabatt bei Direktbestellung per Telefon fiel in Gänze unter’n Tisch *UND* Kartenzahlung gab es grundsätzlich nicht mehr. 

Es war blöd. Leider. 😟

Und seitdem haben wir „Lieferando“ wieder benutzt. Einmal bloß, trotzdem… GRR. Eigentlich bleibt einem nur die „Lösung“, dem Liefernden vor Ort, in Bar, höchstselbst sehr viel Trinkgeld zu geben. Gleichfalls super blöd in Zeiten einer Pandemie! „Ich hab dir dort ganz unten auf die Treppenstufe 12% der Bestellsumme gelegt.“ hat aber irgendwie geklappt.

(Und wer jetzt meint, dass 12% viel seien… Hm. Ich persönlich denk ja: hat man schon den Schotter, um sich einen Lieferdienst zu leisten, oder mit einem Kumpel bravourös in einer Bar abzustürzen, dann hat man *definitiv* auch die 10% bis 12% Trinkgeld für den Menschen, der sich gerade abrackert, damit man selbst eine gute Zeit hat. Solange der Mindestlohn bei 9,50 Euro BRUTTO liegt – was ist das?!! – macht Trinkgeld für immens viele Dienstleister einen fundamentalen Unterschied. Daher geb ich’s gern.)

Dies zu der „Lieferando“-Geschichte. 🙄

Was ich den Tag über gemacht habe? Wolfs Gegenwart in den Seilen hängend genossen. Hafer-Macchiato getrunken. Honig-Salz-Mandel-Schokolade gesnackt. 73 (!) Gewürzgläser etikettiert. Im Rahmen seines lustigen Prepperanfalls gehörte die Anschaffung der Gläser für Wolf dazu. Und warum zum Fick man auch 73 (!) Sorten Gewürze benötigt: es freute ihn, daher freute es mich OBWOHL ES SCHLIMME FRICKELARBEIT WAR UND WAS SIND DENN BITTE MYRTENBEEREN

Nun kommt gleich wieder ein Freund zum Grillen. Das Coole dabei: er ist safe negativ auf Corona getestet, und wir sind es ebenfalls! Seit gestern liegen in Wolfs Haushalt Corona-Selbsttests, gekauft bei Aldi:

Wolf musste es umgehend ausprobieren – mit beruhigendem Ergebnis! – und wir fühlen uns super damit, nun die ständige Möglichkeit zum Testen zu haben. Ich kann mich gleich nachweislich gesund und munter in die kleine Runde schmeißen! Und morgen empfangen wir weitere Gäste. Die genauso nachweislich Corona-negativ sind.

Ehrlich. Yay. YAY. Es verändert mental extrem viel.

Euch einen frustfreien Wochenendstart und auch keine Coronaviren. Absolut keine Coronaviren. 🌸

VVN

P.S.: der unüblich späte Post rührt daher, dass ich durchgehend busy mit Bewirten und Kommunizieren war. Kacke, doch nicht zu ändern.

P.P.S.: die Wortwitze in diesem Artikel. Ich konnt sie mir nicht klemmen.

22 Kommentare zu „Problematische Essenslieferungen, aber endlich Selbsttests.

  1. Moin 🙂, das Video schau ich mir später an. Bin noch nicht im Lautstärke-an-Modus.
    Aber zu Liferando: das habe ich uns in der Tat auch letztes Jahr installiert, im guten Glauben.
    Ich habe zusätzlich immer die Trinkgeldfunktion, die nach dem Bezahlen aufploppt genutzt.
    Hoffe, du kommst noch für ein paar Stündchen zum pennen lieber Valentin. Habt einen schönen Samstag.
    PS: ja mit so einem Test fühlt man sich mental gleich besser.
    Liebe Grüße Sandra

    Gefällt 1 Person

    1. Liebe Sandra, von dem, was ich höre, behalten die *Restaurants* das Trinkgeld, das man digital gibt und die o.g. FahrerInnen bekommen davon meistens nichts- Daher mein/unser Ansatz, es ihnen in Bar und persönlich zu geben… Selbst, wenn man es dann vorher irgendwo in sicherer Distanz ablegen muss- 🤔

      Hm. Geschlafen hab ich. Ein Bisschen. Dir weiterhin den besten Urlaub! 😺

      VVN

      Gefällt 1 Person

  2. Während der Pandemie sind wir hier übervorsichtig, weil ich einerseits meine uralten Eltern mitversorgen muss und andererseits selber Risikopatient bin, und haben deshalb seit über einem Jahr gar nicht mehr aushäusig gegessen oder was geholt oder liefern lassen (bis in diese abgelegene Gegend liefert eh kaum jemand) – aber vor der Pandemie (und auch sobald ich geimpft bin und zukünftig wieder auswärts aktiv werde) habe ich auch immer recht viel Trinkgeld gegeben, obwohl selber finanzschwächer als die oberen 75% der Bevölkerung… Trinkgeld gehört für mich einfach zum guten Stil – wer damit knausert ist für mich asozial.

    Gefällt 3 Personen

    1. Absolut, lieber h., wie schön und cool und beruhigend, dass du die gleiche Trinkgeldmentalität hast, wie wir/ich! Denn keins zu geben, oder nur ein paar Cent, ist *WAHRLICH* asozial. Zehn, zwölf Prozent find ich solide und anständig. Sofern der Service nicht grundlegend beschissen war. Das passiert aber zum Glück selten. 😇

      Risikopatientensolidarische Grüße! VVN

      Gefällt 1 Person

  3. Auch wenn „Lieferando“ mal wieder so eine italienisch klingen wollende Namenskreation ist, bei uns liefert jede Pizzeria/Restaurant selbst. Oder man holt ab. Für Zwischenhändler fällt nicht viel Marge ab, logisch. Das kann nicht sozial verträglich zugehen.
    Saluti und schönes Wochenende! Anke

    Gefällt 1 Person

  4. Lieferando – ist eine gute Geschäftsidee und nichtzuletzt wollen viele alles versuchen…. um zu überleben – Irgendwie widerstrebt es mir, dass ständige registrieren, anmelden…
    Ok, Onlinebanking, Netflix habe ich mir auch pandemiebedingt „gegönnt“. Allerdings koche ich fast ausschließlich selbst und wenn wir etwas bestellen, dann bei unseren Lokalen in der unmittelbaren Nachbarschaft (Vorteil der Großstadt), hier können wir abholen, bringen lassen, kennen die Leute und halten so den Kontakt. Trinkgeld ist doch selbstverständlich, rechne immer 10 % – . Auch, wenn ich online-bestellungen bekomme , gebe ich „Trinkgeld“. Oft werde ich dann vom Überbringer erstaunt und dankbar angeschaut.
    Wenn es vorbei ist – irgendwann – werde ich wieder Ausgehen vom Feinsten. Schöne Zeit
    lg Meggie

    Gefällt 1 Person

    1. Liebe Meggie! Auf das Endlich-Wieder-Ausgehen vom Feinsten freue ich mich auch sehr! 🌞

      Und, ja: so viel und so gut wie du kochst, erübrigt sich das Bestellen natürlich in den meisten Fällen… Schön, dass du dann aber trotzdem so viel Trinkgeld gibst und die persönlichen Bindungen pflegst, sofern du es denn mal tust! 🌸

      VVN

      Gefällt 1 Person

Schreibe eine Antwort zu Anke Antwort abbrechen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s