Massaker in der ukrainischen Stadt Butscha.

Der ziemlich zufriedene Blogbeitrag gestern stammte in seiner Grundfassung, wie erwähnt, von 20:08.

Seitdem war er da, zwischengespeichert. Anschließend gab es die vielfach angekündigten Entenkeulen zum Abendessen bei Wolf und mir, kurz darauf machte ich den Textfeinschliff und veröffentlichte, und am Ende sahen wir zusammen die Tagesschau.

„Butscha: Internationale Reaktionen auf Leichenfunde“

Unfassbar. 😱

Selbstverständlich war das o. g. Zufriedenheitsgefühl damit *umgehend* weg, und die Recherche ging direkt hier weiter:

„Entsetzen nach Gräueltaten in Butscha“ (= Stand: 03.04.2022 21:22 Uhr).

In einem weiteren Tagesschau-Artikel von vorhin, „Was über die Gräuel in Butscha bekannt ist“ (= Stand: 04.04.2022 10:59 Uhr), heißt es dazu in leicht aktualisierter Form:

„Nach dem Rückzug russischer Truppen aus dem Kiewer Vorort Butscha wurden dort Hunderte Leichen entdeckt. Bislang sollen laut ukrainischen Medienberichten mehr als 300 leblose Körper geborgen worden sein.

Augenzeugen berichten über die gezielte Tötung von Zivilisten durch russische Soldaten. Journalisten, die vor Ort waren, berichten das Gleiche und legten Foto- und Videoaufnahmen vor. (…)

‚Das ist eine Hölle, die dokumentiert werden muss, damit die Unmenschen, die sie geschaffen haben, bestraft werden‘, schrieb die ukrainische Generalstaatsanwältin Iryna Wenediktowa auf Facebook. Die Behörden in der Ukraine erklärten, sie dokumentierten Beweise für die Strafverfolgung russischer Verantwortlicher wegen Kriegsverbrechen. Um sie zu verurteilen, werden Strafverfolger des Internationalen Strafgerichtshofs (ICC) ein Muster von Gräueltaten gegen Zivilisten während der russischen Invasion in die Ukraine nachweisen müssen.

Präsident Wolodymyr Selenskyj spricht von einem Genozid und warnt, dass mit der Rückeroberung anderer Gebiete von russischen Truppen weitere Gräueltaten offenbar werden könnten.“

Logischerweise beschäftigt uns alle das Gesehene und Gelesene sehr. 🐺😿

Passend zu diesen neuesten Enthüllungen textete mir die Vertraute des Grillplattenfreundes aus München eben (= nebst Updates über ihren Alltag):

„Außerdem bin ich so wütend auf putin und alle russen, die diese dinge tun, und ich weiß gar nicht wohin mit der wut“

Und ich:

„So geht es mir auch-“ 🐱

Deshalb ist heute der wohl angemessenste Tag, um euch weitere Fotos der ukrainischen Flagge im Berliner Stadtbild zu zeigen.

Sie weht über der Alten Nationalgalerie.
Und über dem Alten Museum.
Natürlich genauso über der Humboldt-Universität zu Berlin.

„HU unterstützt ukrainische Studierende und Wissenschaftler:innen“, wird im Übrigen auf deren Uni-Homepage informiert – mit vielen lesenswerten Artikeln und hilfreichen Links! 🌸

Und hier (= auf einem zweiten Foto mit dem großartigen „Selenskyj“-Schild) gibt es Plakate und blau-gelbe Bänder.

Ich finde all das gut und unglaublich mutmachend, denn Solidarität mit der Ukraine und gelebter Beistand hinsichtlich der dort Hilfesuchenden und Geflüchteten wird von Tag zu Tag bloß *noch fundamentaler*. 😟

Für jetzt habe ich deshalb auch „nur“ das zu sagen, obwohl sich all die anderen Themen, über die ich zu schreiben hätte, im Hintergrund unverändert häufen wie nur was:

BITTE UNTERSTÜTZT DIE UKRAINERINNEN UND UKRAINER, WENN IHR KÖNNT.

Die Hilfsorganisationen in euren Gegenden werden (euch) mitteilen, was sie benötigen.

Zudem passt bitte auf euch und aufeinander auf, und lasst eure Liebsten stets wissen, wie viel sie euch bedeuten- 🌸

VVN

P.S.: dieses Bild des (ukrainischen) Protestes gegen den Angriffskrieg, welches vergangenen Dienstag vor der Russischen Botschaft in Berlin entstand, bleibt übrigens mein Favorit.

„Wolodymyr Selenskyj Platz 1“. 💖

12 Kommentare zu „Massaker in der ukrainischen Stadt Butscha.

  1. Das, was die russischen Soldaten in Butscha angerichtet haben, überrascht mich nicht. Ich hatte von Anfang an befürchtet, dass es dazu kommt. Das Militär in Russland ist „durchtränkt“ mit Gewalt – und das untereinander. Ich wusste, warum ich meinen Sohn um jeden Preis davor bewahren wollte. Er hätte – da bin ich mir sicher – die Armee nicht überlebt. Wir haben es geschafft, die Einberufung abzuwenden und doch noch nach Deutschland auszureisen. Aber es war knapp … 30 Jahre sind es her. So weit ich weiß, hat sich in dieser Zeit nicht viel gebessert in meiner alten Heimat, eher verschlechtert. Ich darf gar nicht daran denken, was alles noch an Gräueltaten ans Licht kommen wird. 😳

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