Normalerweise.

Normalerweise. Wenn alles nach Plan gelaufen wäre. Na, dann. Wäre ich nachher/morgen/später/nächste Woche/irgendwann…

Sätze, die in 2020 so beginnen. Wir kennen den AusGang. Jeder wird seine Geschichte zu erzählen haben. Uncool ist es allemal. Für jeden. Dennoch. Weitermachen. Es gibt viel zu tun. Meist Wichtigeres!

Bei mir wird es Hannover statt Rom. NachoAufLauf statt ErÖffnungsSpiel. Mecklenburgische Provinz statt spanische NordKüste. RäucherFisch statt Sarmale.

Ich freue mich. Bin froh, die Maske endlich mal wieder abzunehmen. Mindestens sieben Stunden am Tag. Auf Arbeit. Sie nervt. Schränkt ein. Mich. Vor allem in der Kommunikation. Mit Gästen.
Ironie. Sarkasmus. Flapsige Sprüche. StandardRepertoire. Wenn man dazu meinen Mund nicht sieht. Ungünstig.

Mal angenommen, das mit den Masken setzt sich durch. Im AllTag. Auf Dauer. Wie verändert sich dann unsere Kommunikation? Schaffen wir es, noch mehr durch die Augen zu lachen? Wird der SprachGebrauch deutlicher? Spannend. Hoffentlich kommt es nicht dazu.

RandNotiz: transparente Masken gelten nicht als Lösung!

Keine Menschen. Darüber bin ich auch froh. Jetzt. Im Urlaub. Na, gut. Natürlich welche. Aber ich kann entscheiden, wer. Mit wem ich Zeit verbringe. Alle von der gleichen Sorte: die Besten.

Auf Arbeit kann ich das nicht. Beispiel gefällig?

Gestern. Drei Männer. Zwei Frauen. Ein Baby. Weiße. Deutsche. In meinem Alter.
Den Fakt, dass die Mutter das Baby ohne SichtSchutz stillt? Geschenkt. Ich sage nichts mehr dazu.
Sie unterhalten sich. George Floyd ist Thema. Es fällt ein Satz.

„In DeutschLand würde das nicht passieren.“

Julian Carax

18 Kommentare zu „Normalerweise.

  1. Diese Leute haben anscheinend noch nie etwas von Oury Jalloh gehört/gelesen. Und das ist nur der bekannteste Fall, sozusagen die Spitze des sehr, sehr großen Eisbergs deutschen Rassismus‘ und rassistischer Polizeigewalt… Als ich noch in der Gastronomie arbeitete, hat es mich stets verdammt viel Kraft gekostet, bei solch dummen Äußerungen die Selbstbeherrschung zu wahren und stilll zu sein.

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    1. Liebe Martha, das „Like“ kam gerade von mir, VVN. Denn du hast dermaßen Recht! 😡

      Der Artikel, den ich beim Posten unter den Abschlussworten „nicht passieren“ verlinkt habe (= weil ich hier für’s Korrekturlesen und Veröffentlichen zuständig bin), listet etliche Fälle dieser rassistischen Polizeigewalt in Deutschland auf.

      Natürlich ist das alles kein „neues“ Problem: du weißt das ja. Es ist leider ein stets dagewesenes! Auch ich musste bereits (wortwörtlich) um mein Leben rennen oder darum kämpfen. Nicht nur einmal. U.A. auf Grund von polizeigedeckter Nazigewalt auf’m Dorf. War das toll. *NICHT*. 💀

      Und mit rassistischen Äußerungen beim Kellnern fang‘ ich gar nicht erst an.

      Schön, dass du solidarisch mit uns und der Sache bist! 😊

      VVN

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  2. Letzte Nacht habe ich bei meiner Schwester geschlafen. Heute Morgen ist sie mit einem riesigen Berg Brötchen vom Bäcker wiedergekommen. Dort war sie durch die Maske wohl falsch verstanden worden. Schüchtern wie sie ist hat sie widerspruchslos alles bezahlt. 😉
    Das Sauerländer ist dann davon ausgegangen das mein Mann noch zum Frühstück kommt und hat direkt für 4 Personen eingedeckt, Kaffee und Eier gekocht 🤣😂
    Ich wünsche euch einen schönen Feiertag 🌈
    Liebe Grüße
    Monika

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  3. Lachende Augen habe ich ehrlich gesagt, bei einem Erwachsenen schon lange nicht mehr gesehen.
    Kann mich schwerlich erinnern.

    Es ist immer wieder schön, die Wahl zu haben, wen man treffen/sehen/ sprechen kann/möchte/muss, auch wenn es nicht immer möglich ist.

    VG Sandra

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  4. Hannover statt Rom – welch ein Tausch 🙂
    Ich denke mal, die Masken bleiben uns noch eine Weile erhalten. Desto wichtiger ist’s den Leuten in die Augen zu schauen. Grimmig wirkende Blicke sind eher der Atemnot geschuldet, die darunter herrscht. Oder der Konzentration darauf, daß nichts verrutscht 😉

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  5. Richtig! Immer positiv denken. Mecklenburgischer Seenplatte ist doch auch schön. Immer noch besser wie möglicherweise bei der zweiten Welle irgendwo außerhalb allein gelassen zu sein. Bei allen Versprechungen eines Rücktransports scheint man die Infektionsschutzgesetze der Länder vergessen zu haben. Infizierte dürfen in der Regel ein Land nicht verlassen. Wünsche einen schönen Urlaub! LG Michael

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