Der Junge und das Meer.

Da Sitz ich nun. Die Sonne ballert. Meine Gedanken auch. Hin und her. Vor. Zurück. Kreuz. Quer. Positiv. Negativ. Abstrus. Extrem. Kontrolle nur bedingt möglich. nötig.

Der FlutLichtMast im Rücken. Zugänglich. Ich lasse das Schicksal entscheiden. Warte nur noch, bis der Mond am Himmel erscheint. Als Zeuge. Beobachter. Notar.

Der Gedanke blitzt kurz durch. Hat keine Chance. Niemals. Noch nie. Dafür bin ich dankbar. Die Welt hat noch nicht genug von mir. Ich auch nicht. Also, von mir schon. Aber nicht vom Leben.

Das Bild behalte ich trotzdem im Kopf. Kann ich bestimmt nochmal gebrauchen. Das kann man geil in Szene setzen. In welcher Form auch immer. Das Thema bleibt ein ernstes.

Ich Sitz auf einer AnHöhe. Vor mir GrünGrauFläche. Bagger. Menschen. Bäume. WohnHäuser säumen den Horizont. Idyllisch in AusBildung.

Ich könnte auch am Meer sitzen. Die Weite. MeeresRauschen. Frischer Wind. Sand unter den Füßen. Möwen.
Tue ich aber nicht. Warum? Das frage ich mich. vermehrt. in letzter Zeit. gerade. intensiver.

Da, wo ich herkomme, gibt es das Meer.

Vielleicht überfordert mich die GroßStadt. (Zu) viele Schicksale. LebensEntwürfe. Modelle. Eindrücke. Emotionen. Möglichkeiten.

Zu wenig Platz für mich. Zu wenig Raum. Zu viel Vergleich. Anonymität. menschliches Versagen.

Glitzer im Gesicht und Scheiße im Gehirn.“

Losgezogen, um die Welt zu erobern. Voller Erwartungen. Träume. Hoffnungen. Illusionen. Falschen Vorstellungen. Eindimensionalem WeltBild.

Ohne eigene Identität.

Gekommen bin ich bis zum OrtsSchild.

Julian Carax

13 Kommentare zu „Der Junge und das Meer.

  1. Solidaritäts- und Support-for-Life-„Like“ von mir!

    Erober dir das Meer und den Sand und deine Hoffnungen und die Welt zurück, bester Herr Carax (und auch Bär 🐱💖🐻)! Das schaffst du! 😊

    Und wir klettern dann erstmal auf’n Berg. Auf einer unserer Wiedersehens-Reisen! Im Beisein von zwei gewissen Seesternen. Da lässt sich dann schonmal viel weiter bis zum Horizont sehen- 😇

    Du wirst geliebt! VVN

    Gefällt 2 Personen

    1. Wenn man die Welt erobern will und nur bis zum OrtsSchild kommt, ist das ne maue Bilanz. Objektiv & subjektiv betrachtet. Ob ich so viel weiter möchte, wird sich noch rausstellen.

      Danke für den ZuSpruch in jedem Fall.

      JCarax

      Gefällt 1 Person

  2. Sehr vieles hierin auch für mich absolut nachfühlbar; ähnlich.
    Nur, dass ich nicht vom Meer komme – nur mein Blut.
    Und doch schreit dieses Blut meiner Mutter in mir nach der Heimat.

    Meer ist durch nichts zu ersetzen.
    Alles Liebe dir und viel Kraft und Selbstliebe.

    Gefällt 2 Personen

  3. Es tut so gut, am Meer zu sein. Überhaupt in dieser Landschaft.

    Ich bin eigentlich ein „Kind der Großstadt“, lebte sogar einige Jahre mittendrin. Doch Kraftschöpfen, Gelassenheit, Ruhe tanken, Einsein mit dem Drumherum, Loslassen, Zulassen, und so viel mehr, das gelingt mir am besten in der Natur und auch am Meer.

    Wenn das Meer dich ruft, dann würde ich diesem Ruf einfach mal folgen. Könnte es nicht auch „nur“ mal für ein paar Tage sein?

    Liebe Grüße von Herzen, Kaya

    Gefällt 1 Person

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