Nochmal bei der Wahlfamilie. Ernste Themen mit Wolf.

Überraschend bin ich bis Montagabend nochmals bei meiner (Weihnachts-)Wahlfamilie. Diesmal zwar ohne Herrn Carax, aber er gehört ja eh fest dazu. 💖

Weil Wolf das gesamte Wochenende verplant ist und ab Dienstagmittag terminlich in „meiner“ Stadt sein muss, treffen er und ich uns Dienstagmorgen in meiner beschaulichen Behausung. Nach knappen 2 1/2 Monaten und sehr viel Drinnen-Bleiben geht es also zurück dorthin. Und es wird schön sein, Wolf direkt bei mir daheim zu haben. Aber: den Zwischenstopp bei meinen Leuten wollte ich mir nicht nehmen lassen! Alternativ weiter (alleine) bei Wolf abzuhängen, um Dienstag früh gemeinsam zu mir zu fahren, wäre zwar möglich, aber um Längen nicht so toll gewesen. 😊

Müde bin ich aber gerade. Keine Beschwerde: bloß reine Feststellung. Da wäre zunächst die Allergie, die weiterhin reinballert wie nur was… Und außerdem haben Wolf und ich gestern (wiederholt) echt lang gemacht. Eine weitere dieser großartigen lauen Balkonnächte mit ausgiebiger Köfte-Grillsession davor (= ich erwähnte es). Wolfs Kisir-Salat wird auch von Mal zu Mal besser! Ich *musste* mir nachnehmen.

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Und je später es wurde, desto wichtiger wurden letztlich die Themen. Wir redeten über Heirat (= wollten wir Beide nie, was sich bis heute nicht geändert hat 😅), und im Anschluss darüber, wer uns im Krankheitsernstfall pflegen, versorgen und Entscheidungen treffen würde. Themen wie „Patientenverfügung“ und „Betreuungsrecht“ kamen auf, und nun recherchiere ich darüber.

In meinem konkreten Fall wäre es jedenfalls nur folgerichtig, wenn Wolf ganz offiziell darüber entscheiden dürfte, ob eventuelle lebenserhaltende Maßnahmen eingestellt werden, falls ich je im Koma läge, oder Ähnliches.

Und Wolf war zumindest nicht gegen diese Verantwortung: eher dafür- Fasste das Ganze sogar von sich aus in Worte und stellte dann notarielle Beglaubigungen als potenzielle To-Dos in den Raum. Es wird, wie gesagt, noch Einiges an Recherche erfordern. Aber prinzipiell wär es sehr gut, wenn Wolf und ich einander auch auf diese Weise unterstützen könnten.

„Aber ich sterbe ja nicht.“, sagte er am Ende mit üblichem Engelsgesicht. „Ich kehre bloß irgendwann zu meinem Planeten zurück.“

Deshalb ist auch klar, was eines Tages auf seinem Grabstein stehen wird:

NIEMALS.

Verbringt ihr einen coronalosen, sonnigen Samstag! 🙂

VVN

17 Kommentare zu „Nochmal bei der Wahlfamilie. Ernste Themen mit Wolf.

  1. Wieder Hallo 😊
    Schön das du bei deinen Lieben bist und Wolf Dienstag dazu kommt. Ist definitiv schöner als bei Wolf alleine.

    Oh ja das sind wichtige Gedanken die ihr euch da macht. Mit einer Heirat wäre das natürlich alles vom Tisch, aber nur deshalb…..
    Da bin ich jetzt sehr gespannt, weil sehr interessant welche Möglichkeiten es gibt um euch gegenseitig abzusichern und jeweils unterstützed eingreifen könnt.

    Viel Spaß mit deiner Wahlfamilie
    LG Sandra
    PS: Viele Unterstützungsgrüße an Herrn Carax

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  2. Ich hätte nur zu gerne auf meinem Grabstein stehen: „I’m on the highway to hell!“ 🤣
    Nein, im Ernst, Patientenverfügung, Testament etc. sind Themen, die man niemals leichtfertig abtun sollte. Es weiß ja niemand von uns, was das Leben noch für Überraschungen bereit hält. Und für den Fall, dass man plötzlich auf seinen Heimatplaneten abberufen werden sollte, empfiehlt es sich schon, einige Dinge auf diesem Planeten beizeiten geregelt zu haben.
    Ich wünsche ein wunderprächtiges Wochenende – und gsund bleibn!

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    1. Liebe Martha, mein Wochenende war wirklich noch wunderprächtig… Und deines ja offenbar auch! 😊

      Deine potenzielle Grabsteininschrift hat mich zum Schmunzeln gebracht und mir direkt einen Ohrwurm beschert. Überhaupt bin ich der Meinung, der Tod sollte kein solches Tabuthema sein – und hierzulande wird alles damit Themenverwandte ja gerne totalverdrängt. Das ist schade. Ich denke nämlich auch, dass man Vorbereitungen treffen UND OFFEN DARÜBER REDEN KÖNNEN sollte- (!)

      Ganz liebe Grüße ins dienstägliche München! 😉

      VVN

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  3. Die Allergien betreffend, habe ich mal gelesen, man könne dieses Bedröhnt- Fühlen vergleichen, wie wenn andere Leute 0,5 Promille hätten.

    Patientenverfügung etc., da bedarf es in Eurem Fall wohl wirklich großer Recherche. Denn im Fall des Falles – der bitte noch lange nicht eintreten mag – ist keine Zeit für lange Erklärungen gegenüber Personal.

    LG und schönen Sonntag!

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    1. Boah, das mit den 0,5 Promille kann ich mir gut vorstellen. Ich fühle mich dieser Tage geradezu zombie-esk. 🤔

      Ansonsten: danke für deine guten Wünsche! Ich hoff, wir leben *alle* noch ’ne ganze Weile. 🙄

      Bis in Bälde und einen schönen Dienstag! VVN

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  4. Vor meiner O.P. vor 4 Jahren habe ich eine Patientenverfügung gemacht. Die müsste ich mir eigentlich nochmal ansehen 🤔
    In Vergangenheit durfte ich ohne eine bereits für meinen Vater bzw . Meinen Mann aufgrund des Fanilienstandes entscheiden. Da kommt es auch auf das Krankenhaus drauf an.
    In euren Fall solltet ihr es auf jeden Fall offiziell festlegen. – Wer will schon heiraten nur um eine solche Entscheidung treffen zu dürfen 🤔

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    1. Liebe Monika: wie du selber sagst, besser man lässt es *nicht* auf das Krankenhaus (oder überhaupt drauf) ankommen! Lieber macht man alles offiziell. Hm. Ich muss auch mein Testament wieder überarbeiten. Verdammtes Erwachsenenleben. 😒

      Es grüßt dich erneut herzlich, da ich hier gerade im Rückwärtsgang antworte: VVN

      Gefällt 1 Person

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