Pferdegleich nicht mehr in Therapie.

Gestern hatte ich ein weiteres Telefondate. Diesmal nicht mit Wolfs Ex-Freundin 😅, sondern mit meiner einen ehemaligen Barkollegin: ich berichtete.

Anstatt untätig rumzuhängen, verabredete Wolf sich kurzerhand auch zum Telefonieren und letztendlich lungerte er auf Balkonien und sozialisierte, während ich im Bett lag und mich dort unterhielt. Meine Vergnügtheit darüber, dass sowas mit Wolf entspannt und ohne (Zeit-)Druck möglich ist, bleibt himmelhoch. 😊

So endete mein Telefonat nach circa drei Stunden. Sogar Herr Carax war Gesprächsgegenstand: die Barkollegin kennt ihn, war früher ebenfalls in „seinem“ Restaurant zu Gast: u.A. mit mir. Gefühlt in einem ganz anderen Leben- Es ist erst knapp zwei Monate her, dass wir alle noch irgendwie arbeiten durften: auf Sparflammenbetrieb zwar, aber immerhin. Und inzwischen sind wir lebenstechnisch an ganz neuen Punkten und Orten. 😇

Gestern Eindruck hinterlassen hat bei mir folgende Aussage: „Du bist wie ein Rennpferd. Du galoppierst immer weiter!“

Für mich war es ein sehr wertvolles Kompliment – vor allem, weil ich mich selbst so sehe: vorwärtsschauend und ressourcenorientiert. Schon der Jahresbeginn 2020 war ein voller Erfolg: überall aus eigener Kraft neu gestartet und bis heute auf extrem guten Stand geblieben. Es war allerdings nicht bloß Glück: es war immer harte Arbeit- (!)

Menschen unterstellten mir in der Vergangenheit wiederholt, ich hätte es „schließlich auch leicht im Leben“- FREMDE Menschen, muss ich dazu sagen, ob nun super-oberflächliche Partybekanntschaften oder andere Blogger im Laufe der Jahrzehnte (= dies ist nicht mein erstes Blogprojekt 😆).

Sie sahen nur meine langjährigen Freundschaften und Partnerschaften, mein Schreiben/Zeichnen/Fotografieren, meine finanzielle Unabhängigkeit und meine (platzmäßig mehr als ausreichende) Wohnung. Häufig wollten sie auch meine Figur und/oder mein Sexualleben (!). Sie neideten mir mein Selbstvertrauen.

So schmeichelhaft das alles auch hätte sein können, so lässt diese Sicht aber die gesamte „Dunkelheit“ außen vor. Wie bereits erwähnt, blogge ich zudem bloß recht sachlich und oberflächlich über meine Vergangenheit: für die Details habe ich meine Bücher. 😉

Beim Bloggen thematisiere ich kaum 8% von dem, was ich mitangesehen und selbst durchlebt habe. Es hat Gründe, dass mir eine nunmehr zweistellige Anzahl an Psychologen/Psychiatern u.A. wörtlich ins Gesicht gesagt hat: „Deine Geschichte ist viel zu komplex, einen Fall wie dich hatte ich NOCH NIE, ich musste vier (!) Kollegen in deiner Sache um Rat bitten und das Alles übersteigt meine Kompetenz. Du musst dir jemanden suchen, der qualifiziert genug ist.“

Das erste Mal durfte ich mir so einen Vortrag mit sechzehn Jahren anhören und inzwischen – nach vielen Neuanläufen mit gleichem Ergebnis – ziehe ich keine Therapie mehr in Erwägung. Ich regele meinen Scheiß, und das mit Auszeichnung und Sternchen, weil ich ich selbst bin. 😡

Dank Freunden wie meiner (Weihnachts-)Wahlfamilie und dank selbstloser Liebe wie der von Wolf war ich sogar nie alleine. Es geht mir gut. Aber sicher *nicht* auf Grund von professioneller Hilfe: traurig, aber wahr. Ich rate zwar jedem dazu, es zu versuchen, der eine Therapie in Betracht zieht: aber für mich persönlich ist das Kapitel durch. Ich mach lieber mein eigenes Rennpferd-Ding. 😊

Einen anti-coronalen tollen Dienstag für euch alle!

VVN

(WordPress macht schon wieder nicht, was es soll?!)

4 Kommentare zu „Pferdegleich nicht mehr in Therapie.

    1. Ich verstehe, was du meinst. Tatsächlich habe ich meiner Kinder- und Jugendpsychologin damals mit 16 Jahren schon gesagt, dass ich es hasse, wie sie nur nach „Schema F“ vorgeht… Aber das Thema ist so unendlich und umfangreich- 😯

      Wenn mich die ganzen Therapie-, Jugendamt-, Behördenerfahrungen etwas gelehrt haben, dann wohl, mich umso mehr auf meine *eigenen* Instinkte zu verlassen- 😊

      Ganz liebe Grüße! VVN

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  1. Typisch diese neidischen Menschen: Sehen nur die Oberfläche bzw. Das erreichte, aber nicht das was dahinter steckt, bzw was dafür getanvwerden muss / musste.
    Manchmal ärgert das oder tut auch mal weh, aber wir dürfen uns davon nicht runter ziehen lassen 🤫

    Gefällt 1 Person

    1. Auch damit hast du wieder völlig Recht, liebe Monika! 😊

      In dem Sinne wünsch ich dir einen herrlichen, ärgerfreien Tag und weiter viel Erfolg beim Erreichen deiner persönlichen Ziele! 😄

      VVN

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