Kätzchenspaß, Zusatzanmerkungen und gar nicht NICHTS.

Laut dem lieben Flo vom Wurstzeit-Blog ist heute der Nichts-Tag.

(Ich nehme das jetzt unüberprüft an, genau wie immer, wenn der Flo behauptet, dass „heute der Tag des XY“ ist. Tag der Marshmallows. Tag der Einhörner. Tag des Schlagbohrers. Offenbar gibt es einen Tag für einfach *ALLES*.)

Leider ist bei Wolf und mir in gelebter Praxis das Gegenteil der Fall. Ich habe knappe vier Stunden, um den Beitrag hier zu schreiben, den Latte Macchiato auszutrinken, der langsam neben mir erkaltet, mein tägliches Selbstputzritual zu vollführen (= 🐱), mich dann sauber und adrett auf Getränkejagd zu begeben, da der Barbestand mein Job ist, und zwischendurch noch frische Kräuter zu kaufen und 60°-Wäsche aufzuhängen. Um 19 Uhr kommt die eine „erlaubte“ Freundin. Das ist nicht NICHTS. 😮

Insofern bin ich leicht gestresst, weil ich mit manchen dieser Programmpunkte nicht gerechnet hätte. Irgendwas dauert außerdem immer länger, als erwartet! Und sei es nur aus Perfektionismus.

Nicht geholfen hat, dass hier Dank des Werkelnden Wolfs überall Luftpolsterfolie herumliegt. Das ist fast so „schlimm“ wie ein Karton voller Flöckchen!!! Als wir eben die Tages-Lagebesprechung hielten, machte ich bereits mit der Folie nur Blödsinn.

„Valentin, geh du dann doch bitte auch in den türkischen Markt- Ich will unbedingt den Dimmer fertig anbringen.“

Plopp… Plopp, Plopp…

„Und was essen wir denn eigentlich? Ofengemüse? Nee, das ist nur geil, wenn viel Kürbis drin ist. Ich überleg mal weiter.“

Plopp. Plopp… PLOPP!

„Wolf, hat diese Folie eigentlich irgendeine Fachbezeichnung?“

„Nein. Nur: Luftpolsterfolie.“

„Das war’s?“ (PloppPlopp… Plopp…)

„Kinder- und Katzenbeschäftigungsfolie?!“

„🐱🐱🐱!“

Es war sooo schwer, mich loszureißen! 😅

Was ich nun, wie angekündigt, zum Essstörungs-Zahnputztext noch hinzufügen wollte, ist, dass ich nur superkurz nach dessen Veröffentlichung direkt in einer gewissen Wahrnehmung der Welt bestätigt wurde. Empfohlen durch die Lunis (= DANKE! 💖) bin ich auf den YouTube-Channel von „D.I.S. Ding“ und das folgende Video gestoßen:

Das Video und der gesamte Inhalt sind wundervoll, allerdings hab ich mich weggepackt vor Lachen, als Tipp 2 (= „Körperpflege“) begann mit: „PUTZ DIR DEINE ZÄHNE.“

Denn, im Ernst: mein jüngeres Ich war wirklich, wirklich baff, als ihm ans Herz gelegt wurde, eben das weniger oft zu tun! Natürlich ergab und ergibt das beim genaueren Drüber-Nachdenken Sinn. Nicht immer hilft viel auch viel! 🤔

Aber dieser (einem von kleinauf mitgegebene) Glaubenssatz, dass Zähneputzen ultrawichtig ist – was grundsätzlich auch einfach stimmt – lässt eben eine OBERgrenze komplett außen vor! Und *das* flasht(e) mich völlig. Ohne die Essstörung und das Stirnrunzeln der Zahnärzte wäre ich da nie, nie, NIIIE drauf gekommen. Wisst ihr, was ich meine?

Man lernt es so, und übernimmt es so. Und welche Eltern sagen ihrem Kind denn bitte: „Zähneputzen solltest du regelmäßig, aber nur höchstens drei-, viermal am Tag“?!

Ich glaub, kein Elternteil äußerte das JEMALS! 😅

Deshalb muss ich euch jetzt fragen: hattet ihr auch schonmal einen solchen Moment, in dem ihr bei einer völlig routinierten, letztlich winzigen Alltäglichkeit am Ende dachtet: „Weshalb teilt einem eigentlich niemand mit, dass es da auch ein Höchstmaß gibt?“

Abschließend noch mein – gleichfalls angekündigter – Zusatz betreffs „Partnerschaft und Monogamie“.

Als ich am Dienstag von meinem neuesten HIV-Test berichtete, nannte ich mich sowas wie: den König der Monogamie. Anschließend kam mir in den Sinn, dass manche von euch LeserInnen da draußen von dieser Aussage womöglich irritiert sein könnten, nachdem ich doch von sexuellen Eskapaden mit Dritten, von meiner langjährigen Partnerin und ohnehin von meiner tiefen Überzeugung berichtet habe, meinen Partner nicht einschränken zu wollen.

ABER: da gibt es eben diesen Unterschied.

Ich bin tatsächlich aus mir selbst heraus total monogam! Allerdings LEBE ich nicht in einer monogamen Partnerschaft.

Wolf kann meine 100%ige (körperliche) Treue zu ihm aufbrechen, wenn es ihm passt – meine seelische Treue selbstredend nie! – und er kann mir auch eine Freundin erlauben, und dergleichen mehr.

Der Punkt ist schlichtweg, dass ich ohne seine Initiative oder ohne seinen Auftrag dahinter (= z.B.: „Such uns einen Spielpartner!“) körperlich völlig bei ihm bliebe. Und das überzeugt, stolz und gern. Obwohl mir Konstellationen zu Dritt+ durchaus Spaß machen können, und der Besuch von BDSM-Veranstaltungen auch. Das Eine hat mit dem Anderen nichts zu tun. Nachvollziehbar?

Euch einen anti-coronal schönen Restsamstag! 🌸

VVN

P.S.: ich lese und antworte euch morgen. Da ich davon ausgehe, dass morgen *UNSER* „Tag des Nichts“ ist.

32 Kommentare zu „Kätzchenspaß, Zusatzanmerkungen und gar nicht NICHTS.

  1. Lieber Valentin, an Luftpolsterfolie kommt niemand so ohne weiteres vorbei. 😂
    Tag des Nichts. 🙂 Ich habe tatsächlich erstaunlich wenig gemacht heute. Leider lassen mir die Kids immer nur wenig Zeit zum Nixtun, aber dennoch habe ich heute tatsächlich für meine Verhältnisse ein hohes Gammelpensum an den Tag legen können. Hoffentlich geht’s noch ein bisschen so weiter!
    Ich wünsche Euch morgen ein feines Nixtun…
    LG Flo vom Wurstzeitblog

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    1. „Ein hohes Gammelpensum“… Das gefällt mir! Hast du es denn auf noch höhere Gammligkeit gebracht? 😅

      Diese Folie übrigens- Alter! Das Einzige, was noch gefehlt hätte, wäre ein Laserpointer. 😹😹😹

      Liebste Grüße zurück! VVN

      Gefällt 1 Person

  2. Mittlerweile nachvollziehbar lieber Valentin. ❤

    Beim Thema Luftpolsterfolie sind wir uns wohl alle einig 😀 😀

    Hmmm Zähneputzen: Ich habe die Anweisung Morgens und Abends von meinen Elteln übernommen. Als der Zwerg dann da war, wurde ich natürlich von Ärzten, Hebamme darauf hingewiesen, auch beim Baby ohne Zähne, morgen und Abends "Zähne" zu putzen. So habe ich es auch an den Zwerg weitergegeben. Ich habe jetzt nie erwänt, dass er auch die Möglichkeit hat, dies öfter zu machen. So hat er dann auch nur Morgens und Abends im Kopf. Das ist ja eine indirekte Grenze setzen, denke ich. 🙂 Oder was meinst du?

    Viele Grüße und viel Spaß mit eurem Besuch
    Bis Morgen
    Liebe Grüße Sandra

    Gefällt 2 Personen

      1. Hab mir gestern euer neustes Video angeschaut und auch das von Valentin erwähnte und euch empfohlene Video gespeichert. Das ist ein Bereich, das bei mir noch eine Weile dauern wird. Es überschreitet einfach meinen Horizont. Interessant ist auch ein so absolut falsches Wort, denke ich mir. Das ist alles so schrecklich. Vielleicht finde ich irgendwann auch mal Worte um bei euch zu kommentieren 🙂
        Aber es ist tatsächlich interessant, dass aus den 2 vorgelebten Male Zähne putzen ein „Mehr hilft mehr“ wird. 😊
        LG Sandra

        Gefällt 2 Personen

      2. Ihr Lieben! Eben antwortete ich der Sandra schon etwas dazu – auf jeden Fall wird mit: „bitte morgens und abends Zähne putzen“ eine indirekte Grenze vermittelt! Da bin ich völlig bei Sandra und euch! 😊

        Lustigerweise hängt offenbar alles daran, dass damals in der Kommunikation mit MIR noch ein „mindestens“ dabei war. Gepaart mit der Aussage, wie superwichtig Zähneputzen eben ist. „Bitte mindestens morgens und abends.“ Tüdelüüü- 😹

        Fühlt euch umarmt, wenn ihr das gerade mögt! VVN

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    1. „Mittlerweile nachvollziehbar“: das freut mich, liebe Sandra! Mir war wichtig, das noch näher zu erläutern, weil mir klar wurde, dass die Sache mit der (mentalen!) Monogamie *bei Weitem nicht jedem* direkt so logisch erscheinen würde, wie sie mir beim Schreiben erschien- 🤔 😆

      Ansonsten hast du völlig Recht, „morgens und abends“ setzt in der Tat eine indirekte Grenze! Was offenbar auch gut so ist. Der Fehler, der diesbezüglich bei mir gemacht wurde – wenn man es Fehler nennen kann – ist, dass ich so eine Eingrenzung nicht hatte. Bei mir hieß es bloß: „MINDESTENS morgens und abends. Unbedingt.“ Schon verrückt, oder? 😅😅😅

      Erneute nächtliche Grüße! VVN

      P.S.: Luftpolsterfolie!!! 😻

      Gefällt 1 Person

  3. Obergrenze macht mich gerade sehr nachdenklich. Die Enkeltochter(17) ist sehr sehr auf Zahnseide und Zähneputzen fixiert. Doch mal drüber reden?
    Ansonsten Luftpolsterfolie ist wohl immer nur für den toll, der sie in der Hand oder unter den Füßen hat. Vom Partner kommt dann eher: “ Kannst du mal endlich damit aufhören?“
    Liebe Grüße!

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    1. Heyhey! Zum Glück wurde ich mit der Luftpolsterfolie nicht gestoppt! Es war auch viel zu schön! 😅

      Ansonsten, hm: ganz offensichtlich bin ich beim Thema „Zahnputzeskalation“ ein denkbar schlechtes Vorbild… Ich denk aber, die Sandra und die „Lunis“ (s.o.) haben Recht. Mit zweimal täglich plus Zahnseide dürfte man locker auf der sicheren Seite sein. 🙂

      Weshalb ist das denn bei eurer Enkeltochter so?

      Herzlichst, wie immer: VVN

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      1. Das ist immerhin ein schöner Grund. Möge der Typ einer von den Guten sein und bleiben! 😊

        Mh. Überlegt ihr denn noch, ob (und wie) ihr die Zahnputzangelegenheit gegenüber eurer Enkeltochter thematisieren möchtet? 🙂

        Alles Liebe! VVN

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  4. Ich sehe es wie Sandra, das Vorleben ist glaub ich das Entscheidende. Bei uns wurde auch zweimal geputzt. Ich habe es also nie zu oft getan, aber wohl zu kräftig. Alles besonders gründlich zu erledigen, war so ein Lehrstück meines Vaters. In Kombination mit schwachem Zahnschmelz schadet das leider mehr als es nützt, und so bekam auch ich bereits in der Jugend von meinem Zahnarzt eins über die Mütze. 🤦‍♀️

    Gefällt 2 Personen

    1. Das mit dem zu doll, bin ich auch so eine Kandidatin. Da meine Zahnärztin immer regelmäßig darauf hingewiesen hat, es nicht zu kräftig zu machen, versuche ich das auch dem Zwerg zu vermitteln. Wobei mir einfällt das sie das jetzt die letzten 2 Jahre gar nicht mehr bemängelt hat 🤔 Muss sich wohl doch langsam mal ein Lerneffekt eingestellt haben 😁

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    2. Liebe Anke! Ich sehe es auch wie Sandra! 🌞

      Erinnere mich selbst jedoch nicht an irgendwelches „Vorleben“. Ich erinnere mich nur an eine Stunde in der ersten Grundschulklasse, in der ein Zahnarzt zu uns in den Unterricht kam, uns die richtige Technik beim Putzen beigebracht hat, und wir ihm Fragen zu seinem Berufsalltag stellen durften- 😊

      Daher hab ich die Aussage: „mindestens zweimal am Tag Zähne putzen“ mitbekommen. Was zu lustigen Ergebnissen führte, wie man lesen konnte. Ist dein Zahnarzt denn heutzutage glücklich mit dir? 😆

      Herzliche Grüße! VVN

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      1. Lieber Valentin,
        so kann es gehen. „Mindestens“ impliziert, mehr ist auf jeden Fall besser.
        Die Zahnärzte heute, zumindest hier in Italien, sind voll auf der Beiβschienen-Schiene. Sie reden dir ein, du würdest mit den Zähnen knirschen, sie dadurch abreiben, und das muss verhindert oder ausgeglichen werden, indem du dir so eine Schiene teuer anfertigen lässt und dann immer trägst. Dabei weiß ich, was mein Problem ist bzw. war.😉
        Liebe Grüße von Anke

        Gefällt 1 Person

    1. Liebe Monika! Ja, der Abend war toll… Und mit „nachvollziehbar“ meinte ich vorrangig meine Ausführungen, nicht das Lebenskonzept an sich- In anderen Worten fragte ich nach aus Angst, unverständlichen Quark geschrieben zu haben. 😅

      Ganz herzliche, erneute Grüße! VVN

      Gefällt 2 Personen

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