Gesehen werden.

Für den Moment ist alles OK. Ich habe Kerzenschein, ein weiches Bett und neben mir Herrn Carax- Ich bin sicher. 🙂 Gleichzeitig bereitet mir ein altbekanntes Problem Kopfzerbrechen: nämlich, dass sehr oft unterschätzt wird, wie abgrundtief mies es mir dann doch gehen und wie schlimm es mit meinem Seelenzustand wirklich werden kann- (!) Dieses Unterschätzen … Weiterlesen Gesehen werden.

Ruhe.

Die Leseempfehlungen *JETZT* stufen Herrn Carax und mich offenbar als gern backende, erzkatholische, frisch geschiedene Bibliothekare vom Dorf ein. Das nur als kleine Auffrischung des abstrusen Themen-Running-Gags an diesem verregneten, grauen Morgen- 🤔 Ich bin wach. Bereits seit sonstwann, wen wundert's, und mein Seelenzustand ist mindestens genauso verregnet und grau wie das Wetter- Wenigstens habe … Weiterlesen Ruhe.

Wenn ein AFD-Sympathisant…

... Herrn Carax' und meine Beiträge hier liked, dann hat derjenige *NICHTS* verstanden- (!) 😂 Warum sonst gibt es wohl die Rubriken "Rassismus", "LGBTQ", "BDSM", "Depressionen", Essstörung" und "Gewalt" hier, Leude? Weil wir uns gegen Fremdenfeindlichkeit, Rassismus, Missbrauch und Gewalt stark machen! Weil wir sexuelle Selbstbestimmung und Offenheit gegenüber ALLEM feiern, was freiwillig zwischen mündigen … Weiterlesen Wenn ein AFD-Sympathisant…

Dies, das.

Der erste Samstag im neuen Laden. Feierabend war um 02:00, Ankunft daheim um 03:00 auf Grund von Wartezeiten (= zwei U-Bahnen, zweimal 15 Minuten... Völlig oll und immenses Pech). Seitdem lese ich Blogeinträge, schaue Empfehlungen durch und beantworte Nachrichten. Naja. Inzwischen geht es auf 07:00 und Hauptsache, ich muss in weniger als vier Stunden wieder … Weiterlesen Dies, das.

Letzter Urlaubstag.

Ruhig war es. Ruhig, ruhig. Ich habe die komplette Zeit bis zum Abend in meinen vier Wänden verbracht, mich beim Ordnung machen um den letzten Feinschliff gekümmert, zwischendurch ein paar neue Blogeinträge gelesen und nebenher "Hart of Dixie" geschaut. Nach wie vor eigentlich nicht mein Genre, aber abgesehen davon, dass ich nie aufhören kann, Jaime … Weiterlesen Letzter Urlaubstag.

Die Sache mit den Likes.

Neulich ist in einer Unterhaltung mit den Schwurbel-Schworbs das Thema "Likes" aufgekommen. Bis dahin war ich der Ansicht, Likes würden entweder zur Kennzeichnung dienen, dass man etwas wirklich MAG (= z.B. Bilder von niedlichen Eulenbabies, tolle Rezepte, Film- und Musikempfehlungen und gute Neuigkeiten jeglicher Art) - oder aber den Weg des geringsten Widerstandes für extrem … Weiterlesen Die Sache mit den Likes.

Psychische Krankheiten, Solidarität und Liebe.

Liebe Freunde. Drei Dinge beschäftigen mich. Schauen wir mal, ob ich den Bogen zwischen ihnen geschlagen bekomme. 🤔 1.) gab es kürzlich eine Situation, in der mir ein Bekannter sagte: "Du KANNST gar keine depressive Verstimmung haben. Immerhin hast du vorhin das Gespräch zu mir gesucht. Dass du es nicht geschafft hast aufzuräumen, war vielleicht … Weiterlesen Psychische Krankheiten, Solidarität und Liebe.

Berlin im Herbst 2019.

Da leuchten ein paar Lichter ein paar Gebäude an. Es sind nicht ein Paar. Es sind 94. Gebäude. Einige Straßen sind gesperrt. Autos fahren keine. Viele Menschen sind unterwegs. Obwohl es Sonntag ist. Alles wirkt friedlich. Sogar die Leute. Dixies gibt es zu wenig. Mülltonnen auch. Das nervt. Vor allem in Situationen, in welchen man … Weiterlesen Berlin im Herbst 2019.

Geschichten von der anderen Seite der Bar (20).

Heute war ein krasser Tag. Viele Gäste, darunter viele Großgruppen, und das ohne Pause über mehr als zwölf Stunden. Wir standen zu dritt an der Bar - Barkollegin A., Barkollege S. und dazu ich - anders wäre es schwerlich gegangen. Auf einmal hielt S. in jeder Bewegung inne und schaute mich sehr ernst an. "Valentin. … Weiterlesen Geschichten von der anderen Seite der Bar (20).

Hass ist nichts dagegen.

Vorhin hat man mich gefragt, ob Herr Carax und ich es denn am Nachmittag auch zur "Fridays for Future"-Demo geschafft hätten. Tatsächlich nicht. Und tatsächlich sehnen wir uns Beide derzeit - wenn überhaupt - nach der Zombieapokalypse. Die Moral ist unterirdisch, da ist kein lebensbejahender Spirit. Persönlich bin ich es nur noch satt, dass offenbar … Weiterlesen Hass ist nichts dagegen.

Geschichten von der anderen Seite der Bar (19).

Auf nahezu jeder Party, aber auch innerhalb der Belegschaft unseres Restaurants gibt es ab einem gewissen Punkt des Abends Das Phänomen des wandernden Feuerzeugs. Die Leute wollen raus zum Rauchen, wühlen in den Tiefen ihrer Hosentaschen und finden dort entweder Leere, oder aber das Feuerzeug von Gott weiß wem. Um beides zu vermeiden, passen meine … Weiterlesen Geschichten von der anderen Seite der Bar (19).

Schwule sterben aus.

Wieder mit dem Taxi unterwegs. Wie zu oft nachts. Zeit ist wertvoll. Luxus. Diesen nehme ich mir. Auf dem Weg vom Alex zur Volksbühne erblicke ich es. Ein Innehalten. Verstehen. Einordnen. Zuordnen. Wut. Fassungslosigkeit. Die Buchstaben sind schwarz. Normale Schrift. Kein Graffiti. Kein "Tag". Eine Botschaft: "SCHWULE STERBEN AUS" Im Augenblick danach bin ich kurz … Weiterlesen Schwule sterben aus.

So fängt es an.

Er sitzt am Tisch. Spricht Deutsch. Mit ganz leichtem hessischen Akzent. Sagt "Bitte" und "Danke". Ist freundlich. Lächelt. Trotzdem würde er auf dem Arier-Index visuell im unteren Drittel landen. Schwarze Haare. Schwarzer Bart. Die Goldkette blitzt. Er ordert eine Cola und einen Flammkuchen. Elsässer Art. "Das ist mit Schinkenspeck. Das ist Schwein. Essen Sie das?!" … Weiterlesen So fängt es an.

Geschichten von der anderen Seite der Bar (16).

Viele Gäste, Bonflut, Stress. Unser indischer Kollege MJ. wartet auf seine Getränke und schaut uns leicht unruhig beim Mixen und Zapfen zu. "Alda!", sagt er zu meinem Mit-Barmann K.: "Jetzt Mahindah!" K.: "Also, ich verstehe immer noch kein Hindi - was willst du?" MJ.: "Das war gar kein Hindi, ich habe gemeint: MACH HIN DA!" … Weiterlesen Geschichten von der anderen Seite der Bar (16).

Igitt, ein Tag.

Ich bin ein Nachtmensch. Schon immer gewesen. Auch deshalb arbeite ich als (Cocktail-)Barkeeper, anstatt täglich in aller Frühe im Büro zu sitzen und schreibe vornehmlich dann, wenn es draußen dunkel und still ist. Zu einer Uhrzeit wie dieser (08:44) bereits wach und funktionstüchtig zu sein, ist demnach ungewöhnlich für mich. Teils gebe ich meiner Insomnia … Weiterlesen Igitt, ein Tag.

Das ist das, wovon die Leute immer reden.

Den Winter haben wir überlebt. Mehr schlecht als recht. Da steht auch schon der Sommer in der Tür. Endlich. Lange genug haben wir ja drauf gewartet. Jetzt ist es schon wieder viel zu heiß und gefühlt jeder am Klagen ob der Hitze. Menschen. Apropos Menschen. Mit der Sonne ist die Terrasse auch wieder voll. Raum … Weiterlesen Das ist das, wovon die Leute immer reden.

Geschichten von der anderen Seite der Bar (1).

Zwei Männer betreten das Restaurant. "Sieht doch nett aus! Hier können wir ja an der Theke ein Bier trinken." "Gut. Dann gleich hier vorne, oder?" Beide nehmen Platz, dann schauen sie *mich* an: "Hello. Two large beers, please." Ich: "Mein Gott! So sprechen Sie doch Deutsch! Da fühlt man sich ja schon fremd im eigenen … Weiterlesen Geschichten von der anderen Seite der Bar (1).

Nüchternes Theater.

München : Liverpool 15 Minuten noch bis Spielbeginn. Letztes Jahr noch Champions League Prime Time und heute laufen die letzten Vorbereitungen. Extra frei habe ich mir genommen. Ich habe Bock auf guten Fußball. Was zweifelsohne auch ein taktisch geprägtes 0:0 sein kann. Fünf Minuten vor Anpfiff ist dann auch die Pizza da. Im TV sieht … Weiterlesen Nüchternes Theater.